ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2008Bankenkrise – Hecken: Gelder der GKV sind sicher

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Bankenkrise – Hecken: Gelder der GKV sind sicher

Dtsch Arztebl 2008; 105(45): A-2353 / B-2009 / C-1957

afp; Rieser, Sabine

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LNSLNS Zwei gesetzliche Krankenkassen haben bei der pleitegegangenen US-Investmentbank Lehman Brothers Geld angelegt. Medienberichten zufolge handelt es sich um die Barmer Ersatzkasse (200 Millionen Euro) sowie die Krankenkasse Knappschaft Bahn-See (90 Millionen Euro). Beide Anlagen sind nach Darstellung der Kassen aber durch den bundesdeutschen Einlagensicherungsfonds gedeckt.

Eine Barmer-Sprecherin verwies darauf, dass zu keiner Zeit „Investments mit spekulativem Charakter“ getätigt wurden. Der Vorstandsvorsitzende der Knappschaft-Krankenkasse sagte, man streue das Risiko breit und investiere daher bei vielen Finanzinstituten.

Um Entwarnung bemühte sich auch das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium: Die überregionalen gesetzlichen Krankenkassen müssten nicht mit Geldverlust rechnen. Eine Umfrage des Bundesversicherungsamts (BVA) habe ergeben, dass alle Geldanlagen einschließlich der Zinsen durch Einrichtungen wie den Einlagensicherungsfonds gedeckt seien. Mit Ausnahme der Barmer und der Knappschaft-Krankenkasse hätten alle anderen bundesunmittelbaren Krankenkassen dem BVA mitgeteilt, dass sie keine Anlagen bei Lehman Brothers hätten.

BVA-Präsident Josef Hecken hatte Ende Oktober eigens eine Pressekonferenz zum Thema „Geldanlagen in der Sozialversicherung“ veranstaltet. „Spekulative Investments sind den Sozialversicherungsträgern untersagt und wurden bei unseren Prüfungen auch nicht festgestellt“, betonte er. Zum 31. Dezember 2007 verfügten die Krankenkassen nach seinen Angaben über angelegte Gelder in Höhe von rund 19,4 Milliarden Euro. Etwa 75 Prozent der Summe waren in Termingeldern angelegt, etwa 15 Prozent in Pfandbriefen, der Rest auf Girokonten. Hecken verwies darauf, dass die Geldanlagen aller Sozialversicherungsträger umfassenden Regulierungsvorschriften unterlägen. afp, Rie
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