ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2008Wechsel an der Spitze der Bundeszahnärztekammer

POLITIK

Wechsel an der Spitze der Bundeszahnärztekammer

Dtsch Arztebl 2008; 105(45): A-2369 / B-2021 / C-1968

Stüwe, Heinz; Meißner, Marc

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Foto: BZÄK
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Als vor zehn Jahren der damalige Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Horst Seehofer (CSU) im Wahlkampf einen Honorarstreit mit den Zahnärzten provozierte, war die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung sein Widerpart. Seitdem hat die Bundeszahnärztekammer erheblich an gesundheitspolitischem Profil gewonnen – ein Verdienst ihres Präsidenten von 2000 bis 2008, Dr. med. Dr. med. dent. Jürgen Weitkamp, nun ihr Ehrenpräsident. Mit westfälischer Beharrlichkeit hat der gebürtige Bielefelder, Jahrgang 1938, gegen die von der Politik betriebene „Versozialrechtlichung“ des Gesundheitswesens gekämpft, um Freiräume für Zahnärzte und deren Patienten zu erhalten. Er setzte den Umzug der Kammer von Köln nach Berlin durch, erkannte aber auch, früher als viele andere, dass über die Gesundheitspolitik maßgeblich in Brüssel entschieden wird. Seit vier Jahrzehnten in Lübbecke niedergelassen, hat Weitkamp von 1990 bis 2001 die Zahnärztekammer Westfalen-Lippe geführt. Der passionierte Jäger und Golfer wird nun wohl mehr Zeit für seine Hobbys finden. Stü


Foto: BZÄK
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Mit großer Mehrheit wählte die Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer Dr. med. dent. Peter Engel zum neuen Präsidenten. Er studierte in den 70er-Jahren in Kiel und ließ sich nach Facharztausbildung und Promotion in Köln nieder. Dort praktiziert der 59-Jährige seit fast 30 Jahren als Zahnarzt und Oralchirurg. Im Jahr 2000 wurde er erstmals zum Präsidenten der Zahnärztekammer Nordrhein gewählt und bekleidet dieses Amt noch heute. Darüber hinaus vertritt er in mehreren internationalen zahnärztlichen Gremien die Belange deutscher Zahnmediziner, unter anderem als Ratsmitglied der FDI World Dental Federation.

Als Vorsitzender des Senats für privates Leistungs- und Gebührenrecht der BZÄK setzt er sich seit vier Jahren für eine Novellierung der GOZ ein, die den wissenschaftlichen Stand der präventionsorientierten Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde widerspiegelt.

Engel kündigte nach der Wahl zum Präsidenten der BZÄK an, den berufspolitischen Kurs seines Vorgängers, Dr. Dr. Jürgen Weitkamp, fortzusetzen. Mei
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