ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2008Palästina: Opfer und Täter
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. . . Der Autor erwähnt bei den Opferzahlen nicht den zweijährigen Dauerbeschuss israelischer Städte (Sderot, Aschdod) in der Nähe zum Gazastreifen durch Kassam- und andere Raketen und fragt nicht, wie der Beschuss eines sich friedlich verhaltenden Staates durch den Nachbarn völkerrechtlich eigentlich zu rechtfertigen ist. Dass die Opferzahlen auf palästinensischer Seite so hoch sind, weil die Hamas in Bürgerhäuser eindringt und von Wohnungen aus die Kassams abschießt, um zivile Opfer bewusst in Kauf zu nehmen, wird verschwiegen . . . Dass die Hamas alles versucht, der Welt das Bild zu vermitteln, 1,4 Millionen Menschen würden „in einem Käfig“ gehalten, verwundert da nicht, lassen sich damit weiter Hilfsgelder ergattern, die für den Kampf gegen Israel umgeleitet werden. Was erwartet der Autor eigentlich? Würde Deutschland freudestrahlend seine Grenzen öffnen und tatenlos zusehen, wenn es von einem „verrückt“ gewordenen Nachbarstaat, der von Terroristen geführt wird, aus Tag und Nacht beschossen würde? . . . Für mich ist es ein positives Zeichen, dass sich trotz dieser verfahrenen Lage auf beiden Seiten Ärzte zusammenfinden, um der selbst gemachten Not im Gazastreifen etwas entgegenzusetzen. Womöglich werden Patienten aus dem Gazastreifen kostenlos in Israel operiert und behandelt, aber wer will den Israelis verbieten, wachsam zu sein . . . Die Weltgemeinschaft muss erkennen, welches Spiel die Machthaber im Gazastreifen spielen, und sich nicht – wie leider bei Herrn Jochheim geschehen – von ihnen instrumentalisieren lassen . . . Ich wünsche den Palästinensern endlich einen eigenen zivilen Staat nach ihren Vorstellungen auch mit einem effizienten Gesundheitssystem, denn es gibt unter ihnen viele gut ausgebildete Ärztinnen und Ärzte, die darauf warten, endlich in Frieden ihrer Arbeit nachgehen zu können . . .
Dr. med. Johann I. Gips, Brenzelpatt 3,
33334 Gütersloh
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