ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2008Abschiedsbrief: Kampf gegen den Machtverlust
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Aus meiner Sicht ist der Artikel ein Paradebeispiel dafür, wie ein Kollege den Kampf gegen den fortschreitenden Machtverlust zugunsten der Klinikverwaltung auf dem Rücken der Patienten auszufechten versucht. Dass der Kollege Storm mehrfach die Absicht seines Arbeitgebers kritisiert, die Medizin des Hauses durch die Einführung eines stringenten Qualitätsmanagements validierbar zu machen, spricht Bände. Sind es denn nicht die ausufernden, oftmals nicht und gelegentlich kontraindizierten Untersuchungen sowie oftmals stark variierenden medizinischen Prozesse, die die Patienten mit Verunsicherung an den nächsten Arztbesuch denken lassen? Gerade ein sinnvoll implementiertes und öffentlich zugängliches Qualitätsmanagement kann doch eine wichtige Hilfe für die Patienten darstellen. Besonders bedauernswert ist es, dass der Kollege Storm nun, mit 60 Jahren, ein gutes Arzt-Patienten-Verhältnis ausgerechnet in der sogenannten Dritten Welt zu finden glaubt. Alles, was recht ist: Wenn Dr. Storm seine aktuellen philantrophischen Ansätze in Zusammenhang mit den entsprechenden Vergütungswünschen bei den Verhandlungen mit seinem bisherigen Arbeitgeber vorgestellt hätte, so hätte er mit Sicherheit auch dort alle Zeit der Welt bekommen, um mit Inbrunst „die Liebe und den Respekt für den Menschen und die Schöpfung“ zu entdecken . . .
Dr. med. Thomas Schmidt, Augustenstraße 31, 80333 München
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