ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2008Interview: Das Bierdeckel-Modell
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Lieber Kollege Weigeldt, stellen Sie sich einmal vor, Sie sitzen im Wirtshaus, der Gastwirt rechnet die vier Striche auf dem Bierdeckel Ihres Freundes zusammen und präsentiert die Rechnung. Ihr Freund schiebt die Rechnung zurück und möchte stattdessen eine Pauschale im Gegenwert von sechs Bieren entrichten und sich dadurch einen kostenfreien Zutritt für ein Quartal verschaffen. Ihnen ist das Ganze etwas peinlich, doch Ihr Freund verweist auf die Vorteile: heute mehr Geld und künftig kein Zusammenrechnen von Strichen auf Bierdeckeln mehr! Die anderen Gäste horchen auf, und der Gastwirt überlegt: Ginge er auf dieses unmoralische Angebot ein, würden viele Gäste zu Trinkern und er ginge wohl pleite, es sei denn, er würde das Bier heimlich verdünnen. Lieber Herr Weigeldt, Bierdeckel-Pauschalen sind natürlich nichts Böses, aber sie verwässern unsere Kunst und sind für Ärzte und Patienten gleichermaßen würdelos. Unsere Geschichte bietet aber noch Trost, denn unser Gastwirt ist sicher nicht so dumm, auf ein solches Angebot einzugehen, und Sie haben sicher nicht solche Freunde, oder? Na dann Prost!
Ihr Hausarzt
Dr. med. Svante C. Gehring, Tannenhofstraße 75, 22848 Norderstedt
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