ArchivDeutsches Ärzteblatt45/2008Christa Ritzenthaler-Schütze: Weiter arbeiten mit 68 – weil es Spaß macht

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Christa Ritzenthaler-Schütze: Weiter arbeiten mit 68 – weil es Spaß macht

Dtsch Arztebl 2008; 105(45): A-2397 / B-2039 / C-1985

Rieser, Sabine

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Christa Ritzenthaler-Schütze Foto: privat
Christa Ritzenthaler-Schütze
Foto: privat
Gesundheitspolitische Reformen stoßen so gut wie nie auf Begeisterung bei Ärzten und Psychologen. Doch es gibt Ausnahmen. Die Aufhebung der Altersgrenze von 68 Jahren für alle, die gesetzlich Krankenversicherte versorgen, sei „ein Geschenk des Himmels“, freut sich Christa Ritzenthaler-Schütze. Sie wird bald 68 Jahre alt und erfüllt sich nun einen lang gehegten Wunsch: „Weiterarbeiten, weil es Spaß macht.“

Die Düsseldorferin ist als Psychologische Psychotherapeutin und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin niedergelassen. Ihr besonderes Engagement gilt seit vielen Jahren magersüchtigen Mädchen. „Für mich ist mein Beruf Berufung“, sagt Ritzenthaler-Schütze. „Und ich glaube, dass ich auch noch etwas zu vermitteln habe. Sonst würden die Mädchen ja nicht mehr zu mir in die Praxis kommen.“

Zur Psychologie fand sie erst später im Leben, zuvor studierte sie Soziologie, Sozialpädagogik und Sprachen und lebte längere Zeit im Ausland. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass die Psychologin zwar die Methoden ihres Fachs als Handwerkszeug schätzt, aber zugleich findet: „Lebenserfahrung ist das Wichtigste. Ich habe vieles erlebt, blicke aber mit Abstand auf die verschiedenen Phasen. Ich empfinde mich als kreativer denn je und meine, dass mein Reflexionsvermögen mit dem Alter gestiegen ist.“

Ritzenthaler-Schütze hat sich bislang gut vorstellen können, dass eine ihrer ehemaligen Patientinnen, von denen mehrere Psychologie studiert haben, die Praxis fortführt. Nun arbeitet sie darin weiter. Wie lange? „Das lasse ich offen. Margarethe Mitscherlich arbeitet auch noch, und die ist 91.“ Sabine Rieser
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