ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2008Therapieausbildung: Gründe für die Wahl des Verfahrens

Referiert

Therapieausbildung: Gründe für die Wahl des Verfahrens

PP 7, Ausgabe November 2008, Seite 523

MS

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Mittels einer Onlinebefragung hat Christiane Eichenberg von der Universität zu Köln die Gründe für die Wahl eines Therapieverfahrens während der Ausbildung untersucht. An der Befragung nahmen 525 Schüler, Studierende der Psychologie und Medizin sowie praktizierende Psychotherapeuten und Psychotherapeuten in Ausbildung teil. Dabei zeigte sich, dass sich die Interessen vieler Absolventen im Lauf des Studiums verschoben. Während das anfängliche Interesse vor allem den psychodynamischen Therapieverfahren galt, stieg während des Studiums die Präferenz für Verhaltenstherapie. Vermutlich spielten Kommilitonen und Lehrende dabei eine entscheidende Rolle. Je zahlreicher Dozenten einer bestimmten Schule in Lehre und Ausbildung vertreten waren und je positiver diese Schule durch das akademische Umfeld der Befragten eingeschätzt wurde, desto eher entschieden sich die Studierenden dafür. Darüber hinaus hatte der Informationsgrad Einfluss auf die Wahl. So fühlten sich 83 Prozent der verhaltenstherapeutisch orientierten Studierenden bezüglich der Verhaltenstherapie, aber nur 55 Prozent bezüglich der Psychoanalyse ausreichend informiert. Im Gegensatz dazu stuften Medizinstudierende die Psychoanalyse besser, die Verhaltenstherapie hingegen schlechter ein; insgesamt bevorzugten sie jedoch die Gsprächstherapie, über welche sie im Studium am positivsten und ausführlichsten informiert worden waren. ms

Eichenberg C, Brähler E: Beruf „Psychotherapeut“:
Motivation zur und Zufriedenheit mit der Berufswahl. Psychotherapie, Psychsomatik, medizinische Psychologie 2008; 58(7): 265–8.
Dr. Christiane Eichenberg, Institut für klinische Psychologie und psychologische Diagnostik der Universität zu Köln, Höninger Weg 115, 50969 Köln, E-Mail: christiane@rz-online.de
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema