ArchivDeutsches Ärzteblatt PP11/2008Qualitätsmanagement: Anstrengende Lektüre

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Qualitätsmanagement: Anstrengende Lektüre

PP 7, Ausgabe November 2008, Seite 535

Barley, Ingrid

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LNSLNS Qualitätsmanagement (QM) ist für die meisten Psychotherapeuten ein noch ungewohntes und ungeliebtes Thema. Dabei sind Qualitätsdefinition und Qualitätskontrolle keine Erfindung der Neuzeit. Schon der Eid des Hippokrates ist ein frühes Beispiel für das Bemühen, die Tätigkeit einer ganzen Berufsgruppe durch einheitliche Verhaltensnormen zu qualifizieren.

Im Vorwort des Buches beschreibt die Autorin, „wie der Minimalaufwand aussehen kann, um die gesetzlichen Forderungen zu erfüllen, aber auch, was im Einzelnen getan werden kann, um bestimmte Qualitätsaspekte weiter zu verbessern . . .“. Piechotta stellt mit „PsyQM“ ein Vorgehen speziell für psychotherapeutische Praxen dar, und zwar sowohl für verhaltenstherapeutisch als auch für tiefenpsychologisch und psychoanalytisch orientierte Arbeitsweisen. Sie berücksichtigt auch die unterschiedlichen Abläufe sowohl in der kleinen oder großen Einzelpraxis als auch in größeren Organisationsformen für psychotherapeutisch Tätige.

Psychologische und ärztliche Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten haben nach der jetzigen Gesetzeslage bis zum Jahr 2010 Zeit, QM in ihrer Praxis einzuführen. Das Buch vermittelt dafür das erforderliche Rüstzeug in Theorie und Praxis, verbunden mit vielen Anregungen, praktischen Beispielen, Arbeitsblättern, Checklisten und Anleitungen zur Erstellung von QM-Dokumenten und eines QM-Handbuchs.

Die Lektüre dieses Buches ist anstrengend, was nicht an der Autorin liegt, sondern an den Anforderungen des umfangreichen und oft ausufernden QM, das den psychotherapeutischen Praxen in Zukunft abverlangt wird. Ingrid Barley

Beatrice Piechotta: PsyQM. Qualitätsmanagement für psychotherapeutische Praxen. Springer Medizin Verlag, Heidelberg 2008, 270 Seiten, broschiert, 39,95 Euro
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