ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2008Arzneiversand: Drogeriemarkt baut Lieferservice aus

AKTUELL

Arzneiversand: Drogeriemarkt baut Lieferservice aus

Dtsch Arztebl 2008; 105(46): A-2432

Korzilius, Heike

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Apotheker sehen durch die Aktivitäten der Drogeriemarktketten die Arzneimittelsicherheit gefährdet. Foto: dpa
Apotheker sehen durch die Aktivitäten der Drogeriemarktketten die Arzneimittelsicherheit gefährdet. Foto: dpa
Die Drogeriemarktkette dm und die niederländische Versandapotheke Europa Apotheek Venlo bauen ihren Medikamentenservice aus. Das gaben beide Unternehmen am 6. November in Berlin bekannt. Die Drogeriemarktkette will im nächsten Jahr in allen Filialen in Deutschland eine Bestell- und Abholstelle für Medikamente einrichten. An diesen „Pharma-Punkten“ können die Kunden Medikamente beim dm-Kooperationspartner Europa Apotheek bestellen und die bestellten Arzneimittel abholen. Zurzeit bieten 200 Filialen in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Berlin und in Teilen Brandenburgs diesen Service an.

dm ist nicht der einzige Drogeriemarkt, der sich seit der Erlaubnis des Arzneiversandhandels im Jahr 2004 auf den Medikamentenmarkt drängt. Wettbewerber Schlecker bietet zusammen mit der Versandapotheke Vitalsana einen ähnlichen Bestellservice an wie dm.

Das Geschäftsmodell ist umstritten. Apothekerverbände fürchten um die Arzneimittelsicherheit und warnen vor einer Banalisierung von Medikamenten. Dagegen hat das Bundesverwaltungsgericht im März entschieden, dass Drogeriemärkte für Versandapotheken Bestellungen annehmen und bestellte Arzneimittel aushändigen dürfen. Geklagt hatte dm, dem die Stadt Düsseldorf untersagt hatte, in seinen Filialen Pharma-Punkte zu betreiben. Die Arzneimittelsicherheit sei nicht mehr gefährdet als beim klassischen Versandhandel mit direkter Zustellung an den Endverbraucher, argumentierten die Richter. HK
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema