POLITIK

Der Bologna-Prozess

Dtsch Arztebl 2008; 105(46): A-2442 / B-2080 / C-2014

Hibbeler, Birgit

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LNSLNS 1999 unterzeichneten 29 europäische Bildungsminister in der italienischen Stadt Bologna eine Erklärung. Das Ziel dieser „Bologna-Deklaration“: ein gemeinsamer europäischer Hochschulraum. Das Studieren und Arbeiten im Ausland sollte erleichtert werden. Erreichen wollte man dies mit einheitlichen Studienabschlüssen und einem gemeinsamen Leistungspunktesystem, dem European Credit Transfer System. Mittlerweile haben sich 46 Staaten dem Abkommen angeschlossen.

Die Bologna-Erklärung ist eine freiwillige politische Willensbekundung. In Deutschland setzte man die Vorgaben folgendermaßen um: Im Hochschulrahmengesetz wurde die Möglichkeit verankert, Bachelor-/Masterstudiengänge einzuführen. Noch wichtiger sind aber die Strukturvorgaben der Kultusministerkonferenz und die Regelungen der Bundesländer. In Deutschland sind schon 75 Prozent der Hochschulstudiengänge auf Bachelor und Master umgestellt. Bei den Medizinern und Juristen hat sich bisher jedoch nichts geändert.

Das Medizinstudium mit seinen Staatsexamina ist in der Approbationsordnung für Ärzte (ÄAppO) geregelt. Im Rahmen der Experimentierklausel (§ 41 ÄAppO, Modellstudiengänge) wäre aber die Einführung eines Bachelor/ Master möglich. BH
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