ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2008Kassenärzte: Glückwunsch
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Glückwunsch Herr Kollege Roscher, dass Sie in der Lage sind, die Kassenzulassung abzugeben. Wir reiferen Semester haben die Nase gestrichen voll von unserem „nach wie vor wunderschönen Beruf“ wie Herr Hoppe schwärmt, wenn man denn nur „gerne anderen Leuten hilft“. Aber das seit Mitte der 90er zum Selbstkostenpreis! Jüngere Semester haben „den Spaß an der Arbeit wiedergewonnen“, indem sie sich von MVZ anstellen lassen und merken dabei nicht, dass sie sich in eine Abhängigkeit begeben. Es gibt einen Science-Fiction-Krimi, der spielt in den USA. Ärzte lassen sich anstellen von Medical-Centern und Versicherungen und am Ende werden sie gezwungen, für ihre Arbeitgeber zu sparen, indem sie töten oder nicht behandeln. Zukunft? Nein, mit den Kassenverträgen, die hierzulande mit „spürbarer Vorfreude“ erwartet werden, wird es nicht anders sein. Schon jetzt „nerven die Callcenter der Kassen am Telefon“ (Orginalton DAK-Patient, der kein DMP wollte ), nur um Kasse zu machen mit DMP-Einschreibungen und um ihren Chronikeranteil zu erhöhen wegen des Risikoausgleichs. Dafür ist Geld da, aber um eine Slipeinlage „zur Teilnahme am öffentlichen Leben“ muss gekämpft werden. Wir alten Füchse können den jungen Hasen das Feld überlassen. In die Falle müssen diese selbst laufen. Ob’s was ändert? Glaub ich nicht, es herrscht keine Einigkeit.
Wilhelm Schütte, An der Paulikirche 3,
38102 Braunschweig
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