ArchivDeutsches Ärzteblatt46/2008Sportaktivität, Übergewichtsprävalenz und Risikofaktoren

MEDIZIN: Originalarbeit

Sportaktivität, Übergewichtsprävalenz und Risikofaktoren

Querschnittstudie mit mehr als 12 500 Teilnehmern im Alter von 16 bis 25 Jahren

Sporting Activity, Prevalence of Overweight, and Risk Factors – Cross-Sectional Study of More Than 12 500 Participants Aged 16 to 25 Years

Dtsch Arztebl 2008; 105(46): 793-800; DOI: 10.3238/arztebl.2008.0793

Leyk, Dieter; Rüther, Thomas; Wunderlich, Max; Heiß, Andrea; Küchmeister, Gerd; Piekarski, Claus; Löllgen, Herbert

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Hintergrund: Neuere Studien zeigen, dass gesundheitlich ungünstige Lebensgewohnheiten zunehmend früher etabliert werden. Da die meisten Untersuchungen auf Heranwachsende bis zum 18. Lebensjahr fokussieren, ist weitgehend offen, ob und inwieweit sich negative Verhaltensmodifikationen bei jungen Erwachsenen verstärken.
Methoden: Im Rahmen der „Fit-fürs-Leben“-Studie wurden 12 835 Probanden im Alter von 16 bis 25 Jahren im Querschnittsdesign unter anderem anthropometrisch untersucht und zu Lebensgewohnheiten (Sportaktivitäten, Ernährungsgewohnheiten, Gesundheitsverhalten) befragt.
Ergebnisse: Anthropometrische (Body-Mass-Index, Taillenumfang, Körperfettanteil) und gesundheitsrelevante Daten (Bewegungsmangel, Rauchen) sowie die Häufigkeit kardiovaskulärer Risikofaktoren belegen, dass sich insbesondere bei 20- bis 25-Jährigen gesundheitlich ungünstige Merkmale deutlich verstärken. Bei den 25-jährigen Männern sind 50 % übergewichtig, 60 % rauchen und rund ein Drittel ist sportabstinent. Zwar ist nur ein Viertel der 16- bis 25-jährigen Frauen übergewichtig, jedoch sind die weiblichen Studienteilnehmer wesentlich seltener sportlich aktiv. Lediglich ein Viertel aller Studienteilnehmer weist keinen der untersuchten kardiovaskulären Risikofaktoren auf.
Schlussfolgerung: Die gesundheitlich negativen Entwicklungen nehmen nach dem 20. Lebensjahr erheblich zu. Dringend erforderlich sind effiziente, institutionsübergreifende Präventionskampagnen, die einen gesundheitsbewussten Lebensstil fördern und begleiten.
Dtsch Arztebl 2008; 105(46): 793–800
DOI: 10.3238/arztebl.2008.0793
Schlüsselwörter: körperliche Aktivität, Übergewicht, Gesundheitsverhalten, Rauchen, Jugendgesundheit
LNSLNS Der tägliche Energieumsatz von Hominoiden ist mit etwa 16 000 kJ/Tag in 3,5 Millionen Jahren nahezu konstant geblieben (1). Erst in den letzten Jahrzehnten ist es durch den technischen Fortschritt in Beruf, Haushalt und Verkehr zur massiven Reduktion von Bewegung und körperlicher Arbeit gekommen. Zudem haben sich Lebensgewohnheiten und Freizeitverhalten insbesondere in den Industrienationen stark dahingehend verändert, dass viele Menschen auch in ihrer Freizeit einen bewegungsarmen Lebensstil etabliert haben (2, 3). 60 % der Weltbevölkerung bewegen sich weniger als 30 Minuten/Tag (4, 5).

Da der Alltag oft von weiteren ungünstigen Lebensgewohnheiten geprägt wird, wie bespielsweise einer hyperkalorischen Ernährung und übermäßigem Alkoholkonsum, erscheint die starke Zunahme der Adipositas-Prävalenz als zwangsläufig (6). Mittlerweile gelten über zwei Drittel der erwachsenen deutschen Männer und mehr als die Hälfte der Frauen als übergewichtig (7, 8).

Bewegungsmangel und Übergewicht
Ökonomische Auswirkungen
Bei einer derartigen Verbreitung werden die Folgen von Übergewicht und Bewegungsmangel nicht allein das Problem der Betroffenen bleiben. Die Zunahme chronischer Begleiterkrankungen, wie zum Beispiel das metabolische Syndrom oder die Schädigung des Bewegungsapparates, führt zu vermehrter Inanspruchnahme medizinischer Leistungen, größerer Pflegebedürftigkeit und letztlich zu enormen Kosten (9, 10).

In diesem Zusammenhang wird häufig vergessen, dass schon vor dem Eintreten der Erkrankungen beträchtliche finanzielle Belastungen entstehen: Aufgrund unzureichender körperlicher Leistungsfähigkeit haben zunehmend mehr Arbeitnehmer erhebliche Probleme, mit alltäglichen beruflichen Anforderungen zurechtzukommen (1113, e1). Neuere Studien gehen davon aus, dass es in den USA aufgrund mangelnder körperlicher Leistungsvoraussetzungen von Beschäftigten und wegen vermehrter Arbeitsunfähigkeit zu erheblichen Produktionsausfällen mit Milliardenverlusten kommt (14, 15). Es ist zu befürchten, dass sich diese Situation in den nächsten Jahren sogar noch verschärfen wird, weil der Anteil übergewichtiger Heranwachsender seit Jahren sprunghaft ansteigt (1618).

Alltags- und Verhaltensänderungen beim Übergang vom Schul- ins Berufsleben
Während in den letzten Jahren einige Studien vermehrt auf Kinder und Jugendliche fokussierten (18, 19, e2e4), blieb die Gruppe der 16- bis 25-Jährigen in wissenschaftlichen Untersuchungen weitgehend unberücksichtigt. In diesem Alterssegment verändert sich der Alltag oft innerhalb kurzer Zeit sehr deutlich. Dies gilt insbesondere beim Übergang vom Schul- ins Berufsleben und kann durch weitere Faktoren wie etwa Pubertät und Ablösen vom Elternhaus verstärkt werden.

Inwieweit in dieser Lebensphase negative Verhaltensmodifikationen hinsichtlich sportlicher Aktivitäten, Ernährungsgewohnheiten und Gesundheitsverhalten erfolgen, ist schwer zu quantifizieren, weil epidemiologisch relevante Studien mit entsprechend verknüpften Daten bislang noch fehlen. Diese Lücke ist mit Blick auf den demografischen Wandel und auf die allgemein besorgniserregende Gesundheitsentwicklung erstaunlich, weil die genannte Altersgruppe nicht nur als künftige Arbeitnehmer für Wirtschaft und Gesellschaft wichtig ist, sondern auch eine lohnenswerte Zielgruppe für Präventionsmaßnahmen darstellt.

„Fit-fürs-Leben“-Studie
Das offensichtlich bestehende Datendefizit wird durch die seit Ende 2004 laufende „Fit-fürs-Leben“-Studie (17) verringert: In einer komplexen Reihenuntersuchung werden parallel Angaben zu Gesundheits-, Freizeit-, Arbeits- und anderen Lebensgewohnheiten, anthropometrische Parameter und Daten zur körperlichen Leistungsfähigkeit von Heranwachsenden und jungen Erwachsenen gewonnen. Ein solcher Studienansatz ermöglicht die differenzierte Analyse von Lebensstilfaktoren sowie die integrative Betrachtung messtechnisch erfasster Leistungsmerkmale und anthropometrischer Kenngrößen (ergänzende Angaben siehe eSupplement im Internet).

Methode
An der „Fit-fürs-Leben“-Studie haben bislang mehr als 17 000 Personen im Alter von 6 bis 25 Jahren teilgenommen. Die Studie wurde durch die Ethikkommission der Deutschen Sporthochschule Köln genehmigt und den Landesbeauftragten für den Datenschutz Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen vorgestellt und als unbedenklich eingestuft. Die Untersuchungen an Schulen wurden außerdem durch die vorgesetzten Schulbehörden genehmigt.

Studienteilnehmer
Die vorliegende Arbeit berücksichtigt alle Studienteilnehmer in der Altersgruppe von 16 bis 25 Jahren (N = 12 835). Die Teilnehmer kamen aus

- bundesweit rekrutierenden Berufsbewerbungszentren (für Ausbildungsberufe sowie Studienanfänger und Hochschulabsolventen)
- allgemeinbildenden Schulen
- Berufsschulen der Bundesländer Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

Für die Teilnahme an der Untersuchung musste jeder Interessierte vor Beginn ein Aufklärungs- und Einverständnisschreiben unterzeichnen. Minderjährige benötigten eine Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten.

Untersuchungsansatz
Die „Fit-fürs-Leben“-Studie beruht auf einem kombinierten Studiendesign mit folgenden drei Modulen:

- anonymisierte schriftliche Befragungen
- Bestimmung von Körpermaßen
- physische Leistungstests (Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer und Koordination).

In dem vorliegenden Artikel werden Teilergebnisse aus den Befragungen und anthropometrischen Untersuchungen präsentiert.

Anonymisierte Befragungen – Mithilfe eines standardisierten Fragebogens wurden neben soziodemografischen Daten wie Alter, Geschlecht und Bildungsstand nach individuellen Lebensgewohnheiten gefragt (eFragebogen). Über gestufte Antwortvorgaben wurden Angaben zu den Bereichen Freizeit, Ernährung und Gesundheit erhoben. Im Rahmen der Befragung zur Freizeit wurde die sportliche Betätigung der Studienteilnehmer erfasst. Die Probanden wurden unter anderem gefragt, wie sie sich sportlich einstufen (Nichtsportler/Freizeitsportler/Wettkampfsportler), wie häufig sie pro Woche Sport treiben, ob sie aktives Mitglied in einem Sportverein sind und ob sie glauben, sich ausreichend zu bewegen.

Ernährungsgewohnheiten wurden unter anderem mit den Fragen „Wie häufig essen Sie Fastfood, Pommes, Burger … ?“, „Wie häufig essen Sie Süssigkeiten, Kuchen, Chips … ?“ und „Wie oft trinken Sie Softdrinks, Cola, Limonade, Eistee … ?“ analysiert.

Gesundheitsrelevante Aspekte wurden über die Fragen „Rauchen Sie regelmäßig?“; „Wie schätzen Sie Ihr Körpergewicht ein?“; „Fühlen Sie sich gesund?“; „Fühlen Sie sich im Alltag gestresst?“ erfasst.

Anthropometrie – Alle messtechnischen Verfahren orientierten sich an den Kriterien zur Richtigkeit, Genauigkeit und Präzision gemäß dem Handbuch der Ergonomie (e5) sowie an der DIN EN ISO 15535: 2003–10. Körpergröße und Körpergewicht wurden mit standardisierten Messinstrumenten (Anthropometer und geeichte Waage) ermittelt. Der Taillenumfang (kleinster horizontaler Umfang des Abdomens zwischen Rippenbogen und Darmbeinkamm) wurde bei aufrecht stehenden Personen mit Kunststoffmaßbändern bestimmt. Zusätzlich konnte bei 4 315 Männern und 1 472 Frauen der Körperfettanteil ermittelt werden: Die Datenerhebung erfolgte über Messung der Hautfaltendicke an vier Körperstellen (4-Punkt-Methode – Bizeps, Trizeps, Subskapular, Suprailiacal) (e5, e6).

Berechnung von Übergewichtsgrenzen – Um das Körpergewicht einheitlich zu beurteilen und Übergewichtsprävalenzen zu quantifizieren, wurde für Studienteilnehmer, die 18 Jahre und älter waren, der Body-Mass-Index (BMI) errechnet. Gemäß den WHO-Kriterien (4) wurden Probanden mit einem BMI > 25 kg/m2 als übergewichtig klassifiziert. Für jüngere Studienteilnehmer wurde eine alters- und geschlechtsspezifische BMI-Klassifikation nach den Kriterien der International Obesity Task Force (IOTF) vorgenommen (20).

Risikofaktoren – Aus den Angaben zu Lebensgewohnheiten und Körpermaßen wurden in Anlehnung an WHO-Kriterien Auftreten und Häufigkeit von gesundheitlichen Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen berechnet. Ein Risikofaktor besteht, wenn bei einem der Parameter folgende Werte überschritten werden beziehungsweise eine der aufgeführten Merkmalsausprägungen vorliegt:

- Übergewicht (BMI > 25 beziehungsweise IOTF-Grenzwert oder Taillenumfang [Männer > 102 cm und Frauen > 88 cm])
- Rauchen
- Bewegungsmangel (subjektive Einschätzung zur Häufigkeit des Sporttreibens in den Kategorien „nie“ beziehungsweise „selten“).

Statistik
Statistische Analysen wurden mit SPSS 14.0 und STATISTICA 7.1 durchgeführt. Als Maß der zentralen Tendenz wird der Mittelwert angegeben, als Streuungsmaß die Standardabweichung beziehungsweise in Grafiken der Standardfehler. Dichotome beziehungsweise ordinalskalierte Parameter wurden mithilfe des Chi-Quadrat-Tests und/oder mittels binär logistischer Regression bewertet. Zur Berechnung binärer logistischer Regressionen wurden abhängige Variablen mit mehr als zwei Ausprägungen dichotomisiert. Für die binär logistische Regression werden Odds Ratios (OR) und das 95-%-Konfidenzintervall (KI) angegeben. Die Güte des Modells (rückwärts schrittweise ausschließende Methode) wird mit dem Nagelkerkes R-Quadrat beschrieben. Zusammenhänge zwischen zwei intervallskalierten Merkmalen wurden mittels Korrelationsanalysen nach Spearman ermittelt und werden durch den entsprechenden Korrelationskoeffizienten (r) dargestellt. Bei allen Tests wurde eine Irrtumswahrscheinlichkeit von p < 0,01 als signifikant akzeptiert.

Ergebnisse
Studienteilnehmer
Die alters- und geschlechtsbezogene Verteilung der 12 835 Studienteilnehmer ist in Tabelle 1 aufgelistet. 40 % des Kollektivs gingen zum Zeitpunkt der Untersuchung noch zur Schule, 5 % studierten, 35 % befanden sich in Ausbildung und 20 % der Probanden waren berufstätig. Hinsichtlich des erreichten Bildungsabschlusses/der Schulform entfielen 41 % auf (Fach-)Hochschulreife/Gymnasium, 35 % auf Realschulabschluss/Realschule und 20 % auf Hauptschulabschluss/Hauptschule. 4 % der Probanden hatten keinen Bildungsabschluss.

Körpermaße und Übergewichtsprävalenz
Grafik 1 zeigt die altersbezogenen Veränderungen von Körperhöhe und Körpergewicht. Die Analyse der Körperhöhe ergibt bei den 16- bis 19-jährigen männlichen Teilnehmern signifikante Unterschiede zwischen den einzelnen Jahrgängen (p < 0,01). Keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der Körpergröße konnten für die älteren männlichen sowie alle Altersklassen der weiblichen Studienteilnehmer beobachtet werden.

Beim Körpergewicht kommt es über alle Altersstufen hinweg zu signifikanten Zunahmen (p < 0,01), die bei Männern stärker ausgeprägt sind als bei Frauen (p < 0,01). Für die männlichen Probanden lässt sich ein nahezu linearer Körpergewichtsanstieg von circa 1 kg pro Jahrgang nachweisen (p < 0,01).

Mit Blick auf die Übergewichtsprävalenz sind 32 % der Männer und 24 % der Frauen übergewichtig (OR: 0,50; 95-%-KI: 0,45–0,55). Die Wahrscheinlichkeit übergewichtig zu werden, steigt bei Männern über die Altersgruppen (Grafik 2) signifikant an (OR: 1,10; 95-%-KI: 1,08–1,13). Die 25-jährigen männlichen Versuchsteilnehmer sind erheblich stärker übergewichtsgefährdet als die Gruppe der 16- bis 20-Jährigen (OR: 2,15; 95-%-KI: 1,61–2,88). Für Frauen ist die Übergewichtsprävalenz (Grafik 2) in diesem Lebensabschnitt nicht mit dem Alter assoziiert (OR: 1,01; 95-%-KI: 0,98–1,06).

Auch bei den Taillenumfängen liegen signifikante Geschlechts- und Altersunterschiede (p < 0,01) vor (Grafik 3), wobei wiederum nur bei Männern ein nahezu linearer Anstieg des Taillenumfangs von etwa 10 mm pro Jahrgang erfolgt. In der vorliegenden Stichprobe konnte für die Männer ein Körperfettanteil von 18,8 ± 5,9 % und für die Frauen von 30,4 ± 5,5 % ermittelt werden. Bei gleichzeitiger Betrachtung von Taillenumfang und Körperfettanteil wird deutlich, dass mit zunehmendem Taillenumfang der Körperfettanteil für Männer und Frauen in vergleichbarer Weise ansteigt (Männer r = 0,78, p < 0,01; Frauen r = 0,73, p < 0,01).

Gesundheitsrelevantes Verhalten
Die Befragungen zu sportlichen Aktivitäten zeigen, dass ein Viertel der Heranwachsenden und jungen Erwachsenen „nie“ beziehungsweise „selten“ Sport treibt. In Grafik 4 ist zu sehen, dass der Anteil sportlich inaktiver Personen über die Altersgruppen hinweg zunimmt. Die Wahrscheinlichkeit „nie“ beziehungsweise „selten“ Sport zu treiben ist bei den 25-Jährigen wesentlich höher als bei den 16-Jährigen (OR: 1,99; 95-%-KI: 1,50–2,62). Dieser Sachverhalt ergibt sich auch bei der Frage nach der aktiven Mitgliedschaft in einem Sportverein (OR: 0,40; 95-%-KI: 0,32–0,52). Grafik 5 zeigt, dass nur noch 19 % der 25-jährigen Frauen und 30 % der gleichaltrigen Männer in einem Sportverein aktiv sind. Auf die Frage „Glauben Sie, dass Sie sich ausreichend bewegen?“ antworten 32 % der Studienteilnehmer mit „nein“. Auch hier existiert ein deutlicher Unterschied zwischen den 16- und 25-Jährigen (OR: 0,46; 95-%-KI: 0,34–0,63).

Für alle genannten Aspekte bestehen signifikante Geschlechtsunterschiede: Frauen geben häufiger an, „nie“ beziehungsweise „selten“ Sport zu treiben (OR: 1,54; 95-%-KI: 1,40–1,70), kein aktives Sportvereinsmitglied zu sein (OR: 0,80; 95-%-KI: 0,73–0,89) und sich nicht ausreichend zu bewegen (OR: 0,65; 95-%-KI: 0,59–0,72).

Im Ernährungsbereich ergaben sich ebenfalls signifikante Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Studienteilnehmern: Frauen geben öfter einen „eher häufigen“ Verzehr von Süßigkeiten (46 %) als Männer (35 %) an. Männer konsumieren häufiger Softdrinks (Antwortkategorie „eher häufig“ bei 62 % der Männer und bei 49 % der Frauen) und Fastfood (Antwortkategorie „eher häufig“ bei 38 % der Männer und bei 24 % der Frauen). Die Aufnahme von kalorienreichen Nahrungsmitteln scheint allerdings über die Altersgruppen betrachtet rückläufig zu sein: Der Vergleich zwischen den 16- und 25-Jährigen zeigt für die abgefragten Nahrungsmittel „Süßigkeiten/Chips“, „Fastfood“ und „Softdrinks“ signifikante Abnahmen in der Antwortkategorie „eher häufig“.

Im Gegensatz dazu steigt der erfragte regelmäßige Tabakkonsum (Grafik 6) von etwa einem Drittel bei den 16-Jährigen bis auf 60 % bei den 25-jährigen Probanden an (OR: 3,24; 95-%-KI: 2,52–4,16). Signifikante Geschlechtsunterschiede existieren nicht.

Häufigkeit gesundheitlicher Risikofaktoren
In Anlehnung an die WHO-Einteilung kardiovaskulärer Erkrankungsrisiken hat die Mehrheit der Studienteilnehmer mindestens einen der untersuchten Risikofaktoren. Lediglich 25 % der Jugendlichen beziehungsweise jungen Erwachsenen besitzen keinen Risikofaktor (Grafik 7). Die Geschlechtsdifferenz ist nicht signifikant. Grafik 8 zeigt, dass mit zunehmendem Lebensalter die Gruppe ohne Risikofaktoren kleiner wird: Während es bei den 16-Jährigen noch etwa 30 % des Gesamtkollektives sind, sinkt der Anteil bei den 25-Jährigen auf unter 20 % (OR: 0,39; 95-%-KI: 0,28–0,53).

Zur weiteren Aufklärung der Wahrscheinlichkeitsverhältnisse für kardiovaskuläre Risiken wurden die Parameter Alter, Geschlecht und Bildung sowie die subjektiven Einschätzungen zur Bewegungshäufigkeit, zum Gesundheitsstatus und zum Stress im Alltag in ein multiples binär logistisches Modell aufgenommen (Tabelle 2). Die Variablenauswahl erfolgte sowohl unter Berücksichtigung gesundheitsrelevanter objektiver Parameter als auch subjektiver Einschätzungen, die unter anderem mit der Ausprägungshäufigkeit von Risikofaktoren assoziiert werden können. Die höchsten Odds Ratios hatten Personen mit geringem Bildungsniveau, ältere Studienteilnehmer (> 20 Jahre) und Personen, die sich nach eigener Einschätzung in nicht ausreichendem Maß bewegen.

Diskussion
In den vergangenen Jahren wurden vermehrt Studien zum Bewegungs-, Ernährungs- und Gesundheitsverhalten von Heranwachsenden durchgeführt, die besorgniserregende Entwicklungen dokumentieren (17, 2123). Ungünstige Lebensgewohnheiten, wie zum Beispiel Bewegungsmangel, Fehl-/Überernährung und Rauchen, werden häufig schon in der Schulzeit fixiert. Allerdings kann die Verbreitung und Entwicklung im Altersgang nur unzureichend quantifiziert werden, weil in Deutschland nur wenige epidemiologisch relevante Studien mit Analysen über einen größeren Altersbereich vorliegen (e2, e3, 18). Diese Untersuchungen fokussieren insbesondere auf schulpflichtige Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren. Weitgehend unbekannt ist, ob und inwieweit sich die beobachteten ungünstigen Entwicklungen bei jungen Erwachsenen fortsetzen. Für die Mehrzahl der 16- bis 25-Jähringen findet in dieser Lebensphase der Übergang vom Schul- ins Berufsleben statt: Dies bedeutet zumeist eine neue Lebenssituation, die mit großen Alltagsveränderungen verbunden ist.

Die Untersuchungsbefunde zeigen erstmals, dass die aufgeführten ungünstigen Entwicklungen nach dem 18. Lebensjahr erheblich an Dynamik gewinnen. Diese beunruhigende Feststellung wird untermauert, wenn man den betrachteten Altersbereich auf Kinder und Jugendliche ausdehnt (17, 19, 21 sowie weitere Daten der „Fit-fürs-Leben“-Studie).

Wie aus den Übergewichtsprävalenzen deutlich wird, kommt es insbesondere bei den Männern in den Altersgruppen von 20 bis 25 Jahren zu einem sprunghaften Anstieg: 50 % der 25-jährigen männlichen Studienteilnehmer sind als übergewichtig einzustufen. Innerhalb von nur fünf Jahrgängen steigt das mittlere Körpergewicht nahezu linear von 78 kg auf über 83 kg an (22). Da der Taillenumfang in gleichem Verhältnis ansteigt, handelt es sich primär nicht um ein Entwicklungs-, sondern um ein ausgeprägtes Massenwachstum.

Auch für andere gesundheitsrelevante Parameter (Sportaktivität, Raucherquote) gilt, dass bereits im jungen Erwachsenenalter eine weit verbreitete Fixierung ungünstiger Alltagsgewohnheiten vorliegt. Die kürzlich publizierten Raucherquoten von 11- bis 17-Jährigen aus der KiGGS-Studie (e7) zeigen, dass es nach dem 15. Lebensjahr zu einer starken Verbreitung des Rauchens auf über 40 % kommt. Wie in Grafik 6 zu sehen, steigt die Raucherquote mit zunehmenden Alter weiter an und beträgt bei 25-Jährigen etwa 60 %. Gleichzeitig nimmt der Anteil sportlich inaktiver Personen zu. So ist etwa ein Drittel der 25-Jährigen „sportabstinent“ beziehungsweise ohne aktive Sportvereinsmitgliedschaft, wobei Frauen häufiger einen inaktiven Lebensstil bevorzugen (22, 24). Die multivariaten Analysen belegen, dass vor allem übergewichtige Jugendliche mit geringem Bildungsniveau und Bewegungsmangel Gefahr laufen, bereits im jungen Erwachsenenalter kardiovaskuläre Risikofaktoren zu erwerben. Möglicherweise ist die tatsächliche Situation problematischer als die Zahlen dieser Studie belegen, weil in Anlehnung an die WHO-Kriterien lediglich drei Risikofaktoren untersucht wurden.

Die beobachteten Entwicklungen im jungen Erwachsenenalter sind im Sinne der Vorlaufforschung für das Gesundheits- und Wirtschaftssystem relevant. Die Auswirkungen eines in der Bevölkerung verbreiteten passiven Lebensstils wird zunehmend berufliche Bereiche treffen, in denen ein Mindestmaß an physischer Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit notwendig ist: Für Bundeswehr, Polizei und Handwerk etwa bedeutet ein Nachlassen der körperlichen Fitness von jungen Personen neben dem demografischen Wandel ein zusätzliches Nachwuchsproblem (11, 25).

Bei der Ergebnisbewertung dürfen methodische Limitierungen nicht außer Acht gelassen werden. Auch wenn querschnittlich mehr als 12 500 Personen im Alter von 16 bis 25 Jahren untersucht wurden, besteht kein Anspruch auf bundesweite Repräsentativität des vorliegenden Datenpools. Zu beachten ist, dass sich in dem freiwilligen Untersuchungskollektiv deutlich mehr Männer als Frauen befanden. Trotz dieser Einschränkung lassen sich grundlegende Zusammenhänge aufdecken, die für gezielte Präventionskampagnen notwendig sind und genutzt werden können.

Die erhobenen Daten sprechen dafür, dass die bisher initiierten Präventionsmaßnahmen die gesundheitlich bedenklichen Trends nicht stoppen können (e8). Es ist außerdem davon auszugehen, dass die praktische Umsetzung von effizienten Präventionskonzepten nach Verlassen der Schule schwieriger ist. Mit Blick auf den gravierenden Anstieg von übergewichtigen beziehungsweise untrainierten 20- bis 25-Jährigen ist eine Aufwertung der Prävention und damit die Implementierung spezifischer Maßnahmen erforderlich. Letztlich geht es darum, viele Menschen möglichst früh zu einer aktiven Lebensgestaltung zu motivieren. Dies kann nur gelingen, wenn in institutionsübergreifenden Präventionskampagnen Schulen, Vereine, Gesundheitskassen, Betriebe und Politik zusammenarbeiten. Zielsetzung der zweiten Phase der „Fit-fürs-Leben“-Studie ist es, gemeinsam mit Partnern unterschiedlicher Einrichtungen in lokalen Verbundprojekten effiziente Interventionsmaßnahmen durchzuführen.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.
Manuskriptdaten eingereicht: 11. 6. 2008, revidierte Fassung angenommen: 7. 8. 2008


Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Dr. Sportwiss. Dieter Leyk
Deutsche Sporthochschule Köln
Institut für Physiologie und Anatomie
Am Sportpark Müngersdorf 6
50933 Köln
E-Mail: Leyk@dshs-koeln.de


Summary
Sporting Activity, Prevalence of Overweight, and Risk Factors – Cross-Sectional Study of More Than 12 500 Participants Aged 16 to 25 Years
Background: Recent studies show that habits detrimental to health are becoming established ever earlier in life. Because most of these investigations focus on adolescents up to the age of 18 years, it is largely unknown whether and to what extent negative behavioral modifications are intensified in young adults.
Methods: Within the cross-sectional study "Fit fürs Leben" (Fit for Life) 12 835 volunteers aged 16 to 25 years were anthropometrically investigated and interviewed about their lifestyle and habits (sporting activity, nutrition and health-related behavior).
Results: Data on anthropometric (BMI, waist circumference, body fat) and health-relevant (lack of exercise, smoking) characteristics as well as the frequency of cardiovascular risk factors show a clear increase in unhealthy attributes, particularly among those aged 20 to 25 years. Fifty percent of 25-year-old men are overweight, 60% smoke, and around one third do not participate in sport. Although only one quarter of women aged 16 to 25 years are overweight, women engage in sport much less frequently. Only one quarter of all study participants display none of the investigated cardiovascular risk factors.
Discussion: The health-detrimental tendencies increase considerably after the age of 20. Efficient cross-institutional prevention campaigns are urgently necessary to promote and continually support a health-conscious life-style.
Dtsch Arztebl 2008; 105(46): 793–800
DOI: 10.3238/arztebl.2008.0793
Key words: physical activity, overweight, health-related behavior, smoking, youth health


Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit4608
eFragebogen, eSupplement:
www.aerzteblatt.de/artikel08m793
The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de
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