ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2008Regierungsstudie: Jugendliche nehmen weniger Drogen

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Regierungsstudie: Jugendliche nehmen weniger Drogen

Dtsch Arztebl 2008; 105(47): A-2489 / B-2117 / C-2045

Rieser, Sabine

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Immer noch in Mode: Rund 20 Prozent der befragten Teenager hatten im vergangenen Monat exzessiv Alkohol getrunken. Foto: dpa
Immer noch in Mode: Rund 20 Prozent der befragten Teenager hatten im vergangenen Monat exzessiv Alkohol getrunken. Foto: dpa
Der Konsum von Tabak, Alkohol und Cannabis unter Jugendlichen in Deutschland ist der Statistik zufolge zurückgegangen. Das teilte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), Mitte November bei der Vorstellung der aktuellen Studie zur Drogenaffinität Jugendlicher in Berlin mit.

So ging der Anteil der Jugendlichen, die angaben, mindestens einmal wöchentlich ein alkoholisches Getränk zu sich genommen zu haben, von 21,2 Prozent im Jahr 2004 auf 17,4 Prozent im Jahr 2008 zurück. Andererseits ist exzessives Trinken immer noch in Mode: Rund 20 Prozent der befragten Teenager sagten, sie hätten in den letzten 30 Tagen mindestens einmal fünf alkoholische Getränke oder mehr hintereinander zu sich genommen.

Hingegen ist der Anteil der Raucher unter den Zwölf- bis 17-Jährigen mit knapp 15 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit 1979. Der Cannabiskonsum ist in dieser Altersgruppe seit 2004 rückläufig.

„Es gilt, in der Prävention nicht nachzulassen“, betonte Bätzing. Gewiss ließen sich noch ehrgeizigere Ziele erreichen. Dabei komme es nicht unbedingt darauf an, Gesetze zu verschärfen, sondern auf ihre Einhaltung zu pochen, beispielsweise im Fall des Alkoholverkaufs an Jugendliche. Hier seien Testkäufe ebenso zu diskutieren wie eine stärkere Selbstregulierung der Werbebranche. Rie
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