ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2008Qualitätssicherung: Wenig Beanstandungen bei Röntgendiagnostik

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Qualitätssicherung: Wenig Beanstandungen bei Röntgendiagnostik

Dtsch Arztebl 2008; 105(47): A-2490

Gerst, Thomas

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Computertomografie: Einer Stichprobenprüfung zufolge ist die Dokumentation bei diesem Verfahren besonders gut.
Computertomografie: Einer Stichprobenprüfung zufolge ist die Dokumentation bei diesem Verfahren besonders gut.
Im Qualitätsbericht 2007 hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) nach eigenen Angaben erstmals Qualitätsdaten von niedergelassenen Ärzten aus dem ganzen Bundesgebiet ausgewertet. Die Daten stammen von den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen). Diese unterzogen 2007 insgesamt 5 700 Vertragsärzte einer Stichprobenprüfung ihrer Dokumentationen. Damit seien 17,1 Prozent aller Ärzte mit einer Röntgengenehmigung und 14,1 Prozent der Ärzte mit einer Genehmigung zur Kernspintomografie geprüft worden.

Nach den Daten ist die Qualität der Dokumentation in der Computertomografie besonders hoch. Bei Prüfungen zur Röntgendiagnostik und Computertomografie habe es in 94,8 Prozent der Fälle keinen oder nur einen geringen Grund zu Beanstandung gegeben. Bei der Kernspintomografie seien es 93,1 Prozent gewesen.

Nicht überall waren die Ergebnisse gleich gut. Bei den geprüften Ärzten mit einer Ultraschallgenehmigung betrug der Anteil der Nicht- oder nur geringen Beanstandungen 66,2 Prozent. Bei der Arthroskopie erzielte knapp die Hälfte (48,7 Prozent) ein gutes Ergebnis. Dazu sagte der Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. med. Andreas Köhler: „Diese Zahlen zeigen, dass das Engagement der KVen bei der Qualitätssicherung und -förderung sehr sinnvoll ist.“ Mit Defiziten in einigen Leistungsbereichen könne und wolle man sich nicht zufriedengeben.

So trete am 1. Januar 2009 eine neue Qualitäts­sicherungs­ver­ein­barung zur Ultraschalldiagnostik in Kraft. Außerdem führe die KBV im Gemeinsamen Bundes­aus­schuss mit den Krankenkassen Gespräche über weitere Qualitätssicherungsmaßnahmen zur Arthroskopie. TG
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