ArchivDeutsches Ärzteblatt47/2008Markus Söder: Der „Lebensminister“

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Markus Söder: Der „Lebensminister“

Dtsch Arztebl 2008; 105(47): A-2533 / B-2151 / C-2073

Maus, Josef

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Markus Söder Foto: ddp
Markus Söder Foto: ddp
Markus Söder gilt als Senkrechtstarter. Immerhin machte ihn der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber im Jahr 2003 zum jüngsten CSU-Generalsekretär in der bisherigen Parteigeschichte. 36 Jahre alt war Söder damals.

Der promovierte Jurist und Vater von vier Kindern hat jetzt – nach einem kurzen Intermezzo als Europaminister in der Regierung Beckstein – eine weitere Stufe auf der politischen Karriereleiter genommen: Söder ist neuer bayerischer Staatsminister für Umwelt und Gesundheit. Er verantwortet damit ein Ressort, dessen Bedeutung innerhalb Seehofers Kabinett nicht gering zu schätzen ist.

Söder selbst definiert sich in seiner neuen Funktion als „Lebensminister“. Soll heißen: Umwelt und Gesundheit will er so gestalten, dass die Menschen in Bayern davon profitieren. Die Voraussetzungen sind aus seiner Sicht gut, denn Söder lobte gleich nach seiner Amtsübernahme die ambulante und stationäre Versorgung im Freistaat, die er gerne weiter stärken möchte.

Ob er das mit oder eher gegen die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Bayerns in Konkurrenz mit dem Hausärzteverband macht, ist noch nicht absehbar. KV-Chef Dr. med. Axel Munte jedenfalls zeigte sich in einer ersten Reaktion auf Söders Bestallung optimistisch, wenn auch nicht ohne Skepsis: „Ich gehe davon aus, dass es zu den wichtigsten Zielen des neuen Ministers gehört, wieder Ruhe in Bayerns Ärzteschaft zu bringen.“ Ein bisschen Anerkennung für die Leistungen der ärztlichen Selbstverwaltung wäre da hilfreich. 100 Tage im Amt wird auch ein Markus Söder brauchen. Aber dann sollte man sehen können, wohin die Reise geht. Josef Maus
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