ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2008Häusliche Pflege: Engagement wie bisher wird abnehmen

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Häusliche Pflege: Engagement wie bisher wird abnehmen

Dtsch Arztebl 2008; 105(48): A-2550 / B-2166 / C-2086

Rieser, Sabine

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Foto: Photothek
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Der Umfang privat erbrachter Pflegeleistungen wird unterschätzt. Und nach wie vor pflegen vor allem Frauen ihre Angehörigen: Zwei Drittel der sogenannten informellen Pflegearbeit wird von ihnen geleistet, ein Drittel von Männern. Darauf hat Prof. Dr. Gertrud Backes Anfang November in Berlin hingewiesen.

Die Direktorin des Zentrums Altern und Gesellschaft der Universität Vechta hat im Auftrag der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung den Umfang und die Bedeutung der privat erbrachten Pflegearbeit unter der Geschlechterperspektive untersucht. Nach ihren Berechnungen entspricht der Einsatz im Bereich der häuslich-privaten Pflegearbeit mehr als drei Millionen Vollzeitarbeitsplätzen. Backes wies darauf hin, dass sich private Pflege in Zukunft verändern wird. Die Anzahl der Pflegebedürftigen steigt, nicht aber die der Pflegenden. Die meisten wollen zu Hause gepflegt werden. Dies bedeute aber nicht, dass es Töchter, Schwiegertöchter und Partnerinnen übernehmen müssten, sagte die Expertin. Vielmehr ließe sich die professionelle häusliche Versorgung ausbauen, die Arbeitsbedingungen in der Pflege attraktiver machen und mehr Männer für die Pflege gewinnen. Zu beziehen ist die Studie „Gender in der Pflege: Herausforderungen für die Politik“ im Internet unter: www.fes.de/wiso. Rie
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