ArchivDeutsches Ärzteblatt48/2008Gespräch mit den Kirchen: Bedeutung der Vorsorgevollmacht

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Gespräch mit den Kirchen: Bedeutung der Vorsorgevollmacht

Dtsch Arztebl 2008; 105(48): A-2551 / B-2167 / C-2087

Klinkhammer, Gisela

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Preisverleihung in Berlin: Chefredakteur Heinz Stüwe und Redakteurin Catrin Marx gratulieren Jutta Baumann (Mitte). Foto: Svea Pietschmann
Preisverleihung in Berlin: Chefredakteur Heinz Stüwe und Redakteurin Catrin Marx gratulieren Jutta Baumann (Mitte). Foto: Svea Pietschmann
Die Information und Aufklärung über Organspenden und Organverteilung sollten intensiviert werden, um auf diese Weise die Bereitschaft zu freiwilligen Organspenden zu erhöhen. Das forderten Vertreter der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Bundes­ärzte­kammer in einem gemeinsamen Gespräch am 20. November in Berlin.

Beim Thema Patientenverfügungen betonten die Gesprächspartner, dass Vorausverfügungen keinen Königsweg darstellten und immer auf Interpretation angewiesen seien. Deswegen sei die Bedeutung der Vorsorgevollmacht hervorzuheben, damit im Ernstfall eine Person beteiligt sei, die das besondere Vertrauen des Patienten genieße und mit allen Entscheidungsvollmachten ausgestattet sei. Außerdem müssten das Hospizwesen und die Möglichkeiten palliativmedizinischer Begleitung weiter ausgebaut werden.

Die Beteiligten waren sich darin einig, dass eine Mitwirkung von Ärzten bei der Selbsttötung dem ärztlichen Ethos widerspreche und daher nicht zu rechtfertigen sei. Auch eine rechtliche Einschränkung der Garantenpflicht des Arztes sowie eine gesetzliche Verankerung der ärztlichen Beihilfe zum Suizid wurden abgelehnt. Der Präsident der Bundes­ärzte­kammer, Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe, machte außerdem auf die Unterfinanzierung in Teilen des Gesundheitswesens und die Überbürokratisierung der ärztlichen Tätigkeit aufmerksam, die einer zuwendungsorientierten Medizin entgegenstünden. Kli
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