ArchivDeutsches Ärzteblatt49/2008Finanzkrise: Zweierlei Maß bei Sicherheiten
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. . . Der Artikel schlägt dem Fass den Boden aus. Da wird einseitig die Apotheker- und Ärztebank „hochgelobt“, weil ihr aus ihren riskanten US-Spekulationen zulasten ihrer Sparer und Kontoinhaber „nur“ 282,6 Millionen Euro Verlust drohen. Ich meine, das ist eine Menge Geld, auch für den Durchschnittsarzt. Warum hat die sonst so auf Sicherheiten bedachte Bank hier nicht auf Sicherheiten geachtet, ob das Spekulationsgeschäft auch wasserdicht ist? Ich habe aufgrund der Reklame anno 1979 mich wegen eines Praxisgründungsdarlehens an diese Bank gewandt. Was die für den 2000. Teil des oben genannten Betrags an Sicherheiten wollten – Haus (was ich nicht hatte) und Bürgschaft! Ähnlich ging es mir bei der Bayerischen Landesbank beim Hausbau, die bei der Hypothekenvergabe derartige Bedingungen stellte, dass mir damals der Notar von der Unterschrift abgeraten hätte, wäre es nicht die Bayerische Landesbank gewesen. Beide Banken haben sich aber großzügig auf riskante Geschäfte ohne Absicherung eingelassen . . . Das Verhalten mancher Banken mit dem anvertrauten Geld ihrer Kunden ist teilweise grob verantwortungslos, um nicht noch einen schlimmeren Begriff zu gebrauchen, die Zeche muss bei deren Hasardspiel am Schluss der Bürger bezahlen. Wer garantiert, dass wir nicht einen totalen Währungsverfall wie 1948 bekommen, bloß diesmal weltweit, und das alles letztlich wegen ein paar geldgierigen Banker . . .
Dr. Peter Pohle, Weinstraße 9,
74336 Brackenheim
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