SUPPLEMENT: Reisemagazin

Florida: Von „Sunrise“ bis „Sunset“

Dtsch Arztebl 2008; 105(49): [16]

Richter-Kuhlmann, Eva

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Foto: The Greater Fort Lauderdale Convention &Visitors Bureau
Foto: The Greater Fort Lauderdale Convention &Visitors Bureau
Luxus und Wellness, Wildnis und jede Menge Sonne, Stand und Meer - unterwegs zwischen Ost- und Westküste des Sunshine-State

Florida überrascht. Und zwar nicht nur bei der Wahl des designierten demokratischen US-Präsidenten Barack Obama, für den kürzlich eine Mehrheit der ansonsten eher republikanisch orientierten Bevölkerung votierte. Überraschungen erlebt auch der Florida-Tourist, denn Amerikas Sunshine-State bietet weit mehr als nur Sonne und Strand.

„Das Wassertaxi muss jeden Moment hier sein“, sagt unsere Führerin Jessica, als auch schon ein gelbes Boot um die Ecke biegt. Im Schein der untergehenden Sonne gleiten wir gemächlich durch die Wasserstraßen von Greater Fort Lauderdale, vorbei an Luxusjachten und verspielten Villen. „Nein, die Einheimischen nutzen dieses Verkehrsmittel eigentlich nicht“, erklärt Jessica. Es sei vielmehr ein Angebot an die Touristen, die zunehmend die Ferienregion besuchten, um hier einen erschwinglichen Urlaub mit einem Hauch von Luxus zu verleben.

Davon hat Fort Lauderdale – das Venedig Amerikas – einiges zu bieten: Luxushotels, Sterne-Restaurants, Galerien, Designerboutiquen und Wellnessprogramme sorgen für das Wohlbefinden von Körper, Geist und Seele.

Als wir uns am nächsten Tag mit Jessica treffen, hat sie Reisetabletten dabei. „Wer empfindlich ist, sollte besser eine nehmen“, rät sie. „Heute ist starker Wellengang.“ Davon ist zwar noch nichts zu spüren, als das Motorboot durch die Wasserstraßen gleitet. Doch dann dreht der Bootsführer richtig auf: „Fun, fun, fun“ singen die Beach Boys, das Wasser spritzt, und wir rasen auf das offene Meer hinaus. Das Ziel ist ein künstliches Riff, von denen es vor der Küste von „Amerikas Venedig“ mehr als zwei Dutzend gibt. Mehrere versenkte Schiffe entlasten hier das etwa 100 Kilometer umfassende, natürlich gewachsene System. In großer Zahl haben sich farbenprächtige Korallen und exotische Fische an den Wracks angesiedelt – ein Erlebnis für Taucher und Schnorchler.

Mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 25 Grad Celsius zählt der Süden Floridas etwa 3 000 Sonnenstunden jährlich. Selbst im Januar, der als kühlster Monat gilt, liegt die durchschnittliche Temperatur bei 19 Grad Celsius. Eine „Sonnenpause“ verschafft da der Besuch einer der zahlreichen Ausstellungen, Konzerte, Sport- und Musikveranstaltungen. Shoppingbegeisterte können sich zudem stundenlang im weltweit größten klimatisierten Designeroutlet „Sawgrass Mills“ tummeln.

Beim letzten Ausflug in die Umgebung Greater Fort Lauderdales hält sich Jessica dezent im Hintergrund. Denn hier gibt Jim den Ton an: „Bleiben Sie auf Ihren Sitzen, und strecken Sie die Hände nicht nach den Tieren aus“, warnt der Safariführer durch die Mangrovensümpfe der Everglades. „Das ist die Wildnis, nicht Disneyland!“ Mit einem offenen, busähnlichen Gefährt und später mit einem Luftkissenboot geht es durch die Wasserlandschaft des Billie-Swamp-Safari-Camps, vorbei an Wasserbüffeln, Bisons und Wildschweinen. Vermeintlich im Wasser liegende Baumstämme entpuppen sich als Alligatoren. Menschen passten nicht in deren Beuteschema, beruhigt uns Bill. Die seien viel zu salzig. Jim weiß, was die „kleinen Schnapperchen“ mögen und wirft hundefutterähnliche „Schmeckerchen“ ins Wasser, die die drei bis vier Meter langen Tiere in Scharen anlocken. Bald wimmelt es um unser Boot herum von Alligatoren.

Die letzte Station unserer Floridareise ist die Region St. Petersburg/Clearwater – Florida Beach an der Westküste des Sunshine-State. Das Gebiet mit den weißen Sandstränden ist auch als „Pinellas Suncoast“ bekannt, da durchschnittlich an 361 Tagen im Jahr die Sonne scheint. Schwimmen, Segeln, Wasserski, Jet-Ski, Tauchen und Angeln werden hier groß geschrieben. Das Klischee von Amerikas Sunshine-State verkörpert hingegen Caladesi Island: Sonne, Palmen, Strand, Meer und eine relaxte Lebensart – das ist Florida. Eva Richter-Kuhlmann


Informationen: www.sunny.org, www.floridasbeach.com.
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema