SUPPLEMENT: Reisemagazin

Schlafen Sie gut . . . in den Alpen

Dtsch Arztebl 2008; 105(49): [28]

Berg, Detlef

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Foto: Grandhotel Kronenhof
Foto: Grandhotel Kronenhof
Gemütliche Atmosphäre, Wellness, Gourmetküche und Skisport vor imposanter Bergkulisse bieten die drei schönsten Herbergen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Foto: Detlef Berg
Foto: Detlef Berg
Schloss Elmau in Bayern
Eine kleine mautpflichtige Privatstraße, irgendwo zwischen Garmisch-Partenkirchen und Mittenwald, führt hinauf in ein einsames Hochtal, an dessen Ende sich Schloss Elmau versteckt. Beschützt vom Wettersteinmassiv war das Haus, das der Naturphilosoph Johannes Müller mit dem Geld seiner Verehrerin Elsa Gräfin Waldersee 1916 erbaut hatte, schon früh ein Refugium für Künstler und Intellektuelle. Seit den 50er-Jahren entwickelte es sich zu einem Ort der Kammermusik. Namhafte Künstler ließen sich von diesem „Sammelplatz für Ideen und Visionen“ (Yehudi Menuhin) anlocken und kombinierten ihre Auftritte mit herrlich altmodischen Ferien. Stammgast Loriot verfasste in Zimmer 118 seinen legendären Müller-Lüdenscheid-Sketch.

Im August 2005 zerstörte ein Feuer Teile des Ensembles. Dieter Müller-Elmau, Enkel des Schlossgründers, investierte 45 Millionen Euro in den Wiederaufbau und die Neugestaltung. Entstanden ist eine moderne Interpretation der historischen Architektur, die sich durch geräumige Zimmer und Suiten, Bäder mit Bergblick und die Verwendung edler Materialien wie roher Seide, geräucherter Lärche und Naturstein auszeichnet.

Glanzstück sind zwei Wellnessbereiche: ein Badehaus mit Dachterrassenpool für Erwachsene sowie ein Spa mit großem Pool für die ganze Familie. Elmau leistet sich auch den Luxus einer eigenen Buchhandlung. Nach wie vor hochkarätig ist das musikalisch-literarische Programm. Und die Küche: Sieben Restaurants stehen zur Wahl, darunter ein Gourmetlokal, in dem Michael Hüsken nach Sternen greift.

Informationen: Schloss Elmau, 82493 Elmau, Telefon: 0 88 23/1 80, Internet: www.schloss-elmau.de, Doppelzimmer ab 199 Euro.


Foto: Grandhotel Kronenhof
Foto: Grandhotel Kronenhof
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Grandhotel Kronenhof, Pontresina in Graubünden
Ob Andreas Greding jemals geglaubt hat, mit seinem Hotel ein „Gesamtkunstwerk“ zu schaffen, ist nicht überliefert. Als er 1848 das Gasthaus Rössli erwarb, war der rege Handel mit dem Veltlin die wirtschaftliche Grundlage, und sein Sohn Lorenz richtete im Keller eine Weinhandlung ein. Als sich im Nachbardorf St. Moritz immer mehr Gäste aus fernen Ländern einfanden und der alpine Tourismus den Kinderschuhen entwuchs, entwickelte sich auch das Gasthaus zum luxuriösen Grandhotel.

Prunkstück des vor Kurzem aufwendig renovierten Hauses ist die große Hotelhalle mit Stuckornamenten, Deckengemälden und Arventäfelungen. Am Nachmittag wird hier stilvoll Tee serviert, und abends, wenn Pianoklänge, das Knistern des Kaminfeuers und Gespräche die Atmosphäre bestimmen, wird der Glanz vergangener Epochen lebendig.

Ganz modern präsentiert sich dagegen der große Spa-Bereich mit Panoramablick auf die Bergwelt. Um das Hallenbad mit Gegenstromanlage gruppieren sich Whirlpool, Saunen und Grotten. Auch an Kinder wurde gedacht – sie können sich in einem eigenen Bereich tummeln.

Kulinarisch überzeugt Küchenchef Bernd Schützelhofer mit einer mehrfach ausgezeichneten klassischen Küche. Die Gäste haben die Wahl zwischen dem prunkvollen Grand Restaurant und dem intimen Gourmetrestaurant Kronenstübli.

Informationen: CH-7504 Pontresina, Telefon 00 41/81/8 30 30 30, Internet: www.kronenhof.com. Doppelzimmer ab 262 Euro pro Person inklusive Halbpension.


Foto: Detlef Berg
Foto: Detlef Berg
Thurnhers Alpenhof, Zürs am Arlberg
In Höhen von 1 700 bis 2 800 Metern erfüllt sich von Dezember bis April am Arlberg jeder Skitraum auf Wedelhängen und Pisten im Pulver- oder Firnschnee. Als ideale Herberge für einen erholsamen Winterurlaub im Skidorf Zürs empfiehlt sich Thurnhers Alpenhof. 80 Prozent der Gäste sind Stammgäste – sie schätzen die beeindruckende Bergwelt, die familiäre Tradition und den ländlichen Luxus. Das 1964 vom Textilfabrikanten Oskar Thurnher erbaute Hotel wird seit seinem plötzlichen Tod 1995 von seiner Frau und seiner Tochter weitergeführt. Das Hotel hat einen eigenen Skilehrer, der Anfängern geduldig die Carvingtechnik beibringt und mit Könnern steile Abhänge hinunterjagt. Er steht den Gästen die gesamte Wintersaison kostenfrei zur Verfügung.

Die 39 Gästezimmer und Suiten sind mit wertvollen Antikmöbeln und Kunstgegenständen ausgestattet. Einige Zimmer verfügen zudem über einen Whirlpool und einen offenen Kamin.

Kulinarisch bietet das Feinschmeckerrestaurant neben österreichischen Spezialitäten auch internationale Küche. Verarbeitet werden nur hochwertige und frische Produkte, vornehmlich aus Betrieben der Region.

Informationen: A-6763 Zürs/Arlberg, Telefon: 00 43/55/83 21 91, Internet: www.thurnhers-alpenhof.at, Doppelzimmer ab 490 Euro inklusive Vollpension. Detlef Berg

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