ArchivDeutsches Ärzteblatt19/1997Transplantationen: Sichere Todeszeichen

SPEKTRUM: Leserbriefe

Transplantationen: Sichere Todeszeichen

Feldmann, Dieter

Zu den Themen Organspende und Hirntod und den dazu veröffentlichten Briefen "Charakter einer fremdnützigen Euthanasie" von Michael Schröter-Kunhardt und "Argumentative Verrenkungen" von Friedhelm Berlitz in Heft 15/1997
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS . . . Es sollten folgende Fakten ausgesprochen werden: Von sicheren Todeszeichen spricht man in der Rechtsmedizin bei Vorliegen von Leichenflecken, Totenstarre, Autolyse (darunter versteht man die abakterielle und anaerobe Selbstauflösung des Organismus durch die körpereigenen Fermente), Fäulnis (als Ausdruck der Überwucherung des toten Organismus mit Bakterien) oder beim Vorliegen von mit dem Leben unvereinbaren Verletzungen wie der Zerquetschung oder vollständigen Abtrennung des Kopfes.
Da in Autolyse oder Fäulnis übergegangene Organe nicht mehr leben, nützen sie dem Organempfänger nichts. Diesem müssen folglich lebende Organe übertragen werden, damit er mit ihnen weiterleben kann.
Wenn ich nicht gegen eine Organspende bin, dann muß ich akzeptieren, daß bei Vorliegen einer mit dem Leben unvereinbaren Hirnschädigung dann noch lebende Organe entnommen werden dürfen, bevor sie in Autolyse oder Fäulnis übergegangen sind.
Dr. med. Dieter Feldmann, Schulstraße 5, 37431 Bad Lauterberg
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote