ArchivDeutsches Ärzteblatt PP12/2008Russland: Nicht nur ein Problem russischer Patienten
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LNSLNS Bei der Lektüre des Artikels – zusammen mit dem Artikel davor zur systemischen Familientherapie – könnte der Eindruck entstehen, dass manche Kollegen nicht recht verstanden haben, was der Terminus technicus „Abstinenz“ in berufsrechtlicher und behandlungstechnischer Hinsicht bedeutet und weshalb Abstinenz eine wesentliche Voraussetzung aller psychotherapeutischen Verfahren ist. Eine Gleichsetzung damit, dass „zwischen Psychotherapeuten und Klienten keine Nähe zugelassen“ sei, ist ebenso naiv wie absurd (und für die anschließende Gegenüberstellung von „Klientinnen verängstigenden Konfrontationen“ einerseits und einer „guten Beziehung“ andererseits gilt Gleiches).

Dass Patientinnen die Abstinenz in Form der zeitlichen Begrenzung der Therapiestunde als Abwertung deuten und nicht verstehen, ist nicht nur ein Problem russischer Patientinnen. Es dadurch zu umgehen, dass die Sitzungen außerhalb der Sprechstunde und nach Behandlungsende fortgesetzt werden, löst nicht die Probleme der Patientinnen – aus welchem Land sie auch immer stammen. Im Gegenteil!

Jürgen Thorwart, Psychologischer Psychotherapeut, Johann-Sebastian-Bach-Weg 9, 82223 Eichenau
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