ArchivDeutsches Ärzteblatt9/1996Gedenktafel erinnert an ermordete Sinti und Roma

VARIA: Feuilleton

Gedenktafel erinnert an ermordete Sinti und Roma

AE

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNSLNSLNS Mit ihren "Rassegutachten" fällten sie im Dritten Reich Todesurteile über fast 24 000 Sinti und Roma: die Mitarbeiter der "Rassenhygienischen und Bevölkerungsbiologischen" (später: "Kriminalbiologischen") "Forschungsstelle" des Reichsgesundheitsamtes. Bis zum März 1944 waren die Wissenschaftler mit ihren Gutachten maßgeblich an der Vorbereitung des planmäßigen Völkermordes beteiligt.


Mahnung
Zwei Berliner Gymnasiasten, Robert Schröder und Pierre Veenhuis, haben 1993 in einem Beitrag zum Schülerwettbewerb "Deutsche Geschichte" die Arbeit der damaligen Wissenschaftler näher beleuchtet. "Denkmal – Erinnerung, Mahnung, Ärgernis" hieß das Thema des Wettbewerbs. Als Erinnerung an die ermordeten Sinti und Roma und Mahnung für die Wissenschaft ist eine Gedenktafel gedacht, die das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) auf Anregung der Gymnasiasten nun in seiner Bibliothek errichtet hat. Das BgVV ist Rechtsnachfolger des Reichsgesundheitsamtes und hat seinen Hauptsitz auf dem Gelände, auf dem sich das Reichsgesundheitsamt befand. AE

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote