ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPRAXiS 5/2008Privatabrechnung: Anlass zur Sorge

Supplement: PRAXiS

Privatabrechnung: Anlass zur Sorge

Dtsch Arztebl 2008; 105(50): [1]

Flintrop, Jens

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Die Novellierung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) gilt als wegweisend für die Reform der Amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) im kommenden Jahr. Mit entsprechender Spannung wartete die Ärzteschaft auf den Referentenentwurf für eine neue GOZ.

Und die Enttäuschung ist groß: Nach 21 Jahren Stillstand bei der Gebührenanpassung hat sich das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium zu einer Anhebung des Punktwerts für privatzahnärztliche Leistungen von 5,62421 Cent auf gerade einmal 5,65 Cent entschlossen. Zudem orientiert sich das Bewertungsgefüge streng am Bewertungsmaßstab zahnärztlicher Leistungen in der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV). Beides spricht dafür, dass die Umsetzung der neuen GOZ kostenneutral erfolgen soll. Doch damit nicht genug: Der Entwurf enthält auch eine Öffnungsklausel, die den privaten Kran­ken­ver­siche­rungen und Beihilfeträgern das Recht einräumt, mit einzelnen Ärzten Preisabsprachen zu treffen – völlig losgelöst von der Gebührenordnung. Wie in der GKV droht somit ein Einkaufsmodell der Kostenträger zulasten der Leistungserbringer. Denn in der Regel wird weniger über Qualität als vielmehr über den Preis verhandelt.

Der Gesetzentwurf gibt somit aus ärztlicher Sicht Anlass zur Sorge. Jens Flintrop
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema