ArchivDeutsches Ärzteblatt19/1997Arzneimittel: Fehlurteil

SPEKTRUM: Leserbriefe

Arzneimittel: Fehlurteil

Bauer, D.

Zu der Meldung in Heft 15/1997 "Für nicht zugelassene Medikamente keine Kostenerstattung"
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LNSLNS Das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, daß Medikamente zur Krebsbehandlung, die in Deutschland noch keine Zulassung haben, nicht von den gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rungen erstattet werden müssen, stößt auf mein völliges Unverständnis. Bei der sattsam bekannten Langsamkeit der zuständigen Behörden, die für die Zulassung eines Arzneimittels zuständig sind, kann es durchaus passieren, daß in anderen Ländern zugelassene und als wirksam befundene Medikamente einem Patienten in Deutschland vorenthalten werden müssen. Ganz unverständlich ist mir dieses Urteil vor allem deshalb, da ein BKKLandesverband mit einer KV einen Vertrag abgeschlossen hat, nach der eine "Regulationsthermographie", eine undulierende Durchspülung des Colons als "Colon-Hydro-Therapie", eine "große Ozoneigenblutbehandlung", eine "Eigenurinbehandlung" u. ä. erstattungswürdig sind.
Bei dem Urteil handelt es sich meines Erachtens um ein "Fehlurteil" zu Lasten krebskranker Patienten. Es dürfte wohl von den gesetzlichen Krankenkassen erstritten worden sein.
Dr. med. D. Bauer, Jakobi-Krankenhaus, Hörstkamp 12, 48431 Rheine
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