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Dtsch Arztebl 2008; 105(50): A-2719

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LNSLNS Schnelltest zur Rheumafrüherkennung – In Deutschland sind circa 800.000 Patienten von der rheumatoiden Arthritis (RA) betroffen. Wird diese nach Ausbruch der Krankheit nicht umgehend behandelt, kann es zu irreparablen Folgeschäden kommen. Oft wird die RA gar nicht oder zu spät erkannt, da im Frühstadium die Symptome unspezifisch und mit anderen Krankheiten assoziiert werden können. Der von der Orgentec-Diagnostika GmbH (Mainz) entwickelte rheumachec® bietet doppelte Sicherheit: Neben den klassischen Rheumafaktoren detektiert der Test Autoantikörper gegen das mutierte citrullinierte Vimentin (Anti-MCV), ein natürlich vorkommendes Protein und neuer Marker für die RA. rheumachec hat gegenüber den Anti-CCP(synthetisch zyklische Peptide)-Tests eine belegt höhere Sensitivität, Spezifität und prognostische Aussagekraft. Schon im frühen Stadium der RA zeigt der Test erste Hinweise. Der Arzt kann den Test ohne Labor durchführen, innerhalb von 15 Minuten liegt das Ergebnis vor.

Fertigspritze zur Behandlung des hereditären Angioödems – Die Jerini AG bietet mit Firazyr®, einem Bradykinin-B2-Rezeptorantagonisten, eine subkutane Therapieform zur Behandlung akuter Schwellungsanfälle des hereditären Angioödems (HAE) bei Erwachsenen an. Das Arzneimittel ist in einer Fertigspritze erhältlich und kann bei Raumtemperatur gelagert werden. HAE ist eine seltene Erkrankung, die bei den betroffenen Patienten zu unvorhersehbaren und wiederkehrenden Schwellungen im Gesicht, an Händen und Füßen, im Bauchraum sowie im Kehlkopfbereich führt. Ödeme im Rachen- oder Larynxbereich können lebensbedrohlich sein.

Inhalative Schmerztherapie für den ambulanten Bereich – Linde Gas Therapeutics führt ein neues, inhalatives Analgetikum unter dem Handelsnamen LivopanTM ein. Das Gasgemisch aus je 50 Prozent Distickstoffmonoxid und Sauerstoff gewährleistet eine schnelle und effektive Schmerzlinderung bei kurzen, schmerzhaften Prozeduren im Klinikbereich und erlaubt eine kurze Behandlungszeit bei optimaler Steuerbarkeit. Die gleichzeitig Schmerz hemmende und Angst lösende Wirkung macht den Einsatz vor allem bei Kindern attraktiv; zum Beispiel bei Punktionen, Biopsien, Verbandwechsel oder der Behandlung von einfachen Frakturen im ambulanten Bereich.

Humira® zur Therapie der polyartikulären juvenilen idiopathischen Arthritis (JIA) – Abbott hat die Zulassung von Humira (Adalimumab) zur Therapie der aktiven polyartikulären juvenilen idiopathischen Arthritis in Kombination mit Methotrexat (MTX) bei Jugendlichen im Alter zwischen 13 und 17 Jahren erhalten. Adalimumab ist zudem bei Patienten indiziert, die auf ein oder mehrere krankheitsmodifizierende Basistherapeutika nur unzureichend angesprochen haben. Im Fall einer Unverträglichkeit von MTX, oder wenn eine weitere Behandlung damit nicht angezeigt ist, kann Adalimumab auch als Monotherapie verabreicht werden. Die JIA ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Erkrankungen vorwiegend der Gelenke, bei der polyartikulären Form der juvenilen idiopathischen Arthritis sind fünf oder mehr Gelenke betroffen. Alle Formen der JIA stellen zusammen die weltweit häufigste Form rheumatischer Erkrankungen bei Kindern dar. Humira ist ein humaner monoklonaler Antikörper und blockiert den Tumor-Nekrose-Faktor-alpha, der eine wesentliche Rolle in der Vermittlung von chronischen Entzündungsprozessen und bei Autoimmunerkrankungen spielt. EB
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