ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2008Bekanntmachungen: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung, K. d. ö. R., Berlin, – einerseits – und der GKV-Spitzenverband (Spitzenverband Bund der Krankenkassen gem. § 217a SGB V), Berlin, – andererseits – vereinbaren den Arzt-/Ersatzkassenvertrag (Bundesmantelvertrag-Ärzte/Ersatzkassen) – Stand: 1. Oktober 2008 – wie folgt zu ändern:

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Bekanntmachungen: Die Kassenärztliche Bundesvereinigung, K. d. ö. R., Berlin, – einerseits – und der GKV-Spitzenverband (Spitzenverband Bund der Krankenkassen gem. § 217a SGB V), Berlin, – andererseits – vereinbaren den Arzt-/Ersatzkassenvertrag (Bundesmantelvertrag-Ärzte/Ersatzkassen) – Stand: 1. Oktober 2008 – wie folgt zu ändern:

Dtsch Arztebl 2008; 105(50): A-2724 / B-2316 / C-2228

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband vereinbaren folgende Änderungen der Anlage zu § 15 des Bundesmantelvertrag-Ärzte/Ersatzkassen (Anforderungskatalog AVWG Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz – Anforderungen an Datenbanken und Software für Vertragsarztpraxen)

1. Änderungen

- 1.1 Zielbestimmungen: Hinter den ersten Satz im ersten Abschnitt wird folgender Satz eingefügt: Erweiterungen zum Anforderungskatalog können sich durch landesspezifische Vereinbarungen, die zwischen den Kassenärztlichen Vereinigungen und den Landesverbänden der Krankenkassen getroffen wurden, ergeben.
- P2-100 Vollständigkeit und Aktualität der Arzneimittelstammdaten: In der Klammer wird nach OTC-Ausnahmeliste das Wort Medizinprodukte-Liste eingefügt.
- P2-110 Inhalte der Arzneimittelstammdaten: Nach dem Unterpunkt Hinweis auf die OTC-Ausnahmeliste (Text) bei entsprechenden Präparaten wird folgender Unterpunkt eingefügt: Hinweis auf Abstimmungsverfahren zur Verordnung besonderer Arzneimittel (§ 73d SGB V in Verbindung mit § 92 Abs.1 Satz 2 Nr. 6 SGB V [Arzneimittel-Richtlinie]) bei entsprechenden Präparaten
- P2-110 Inhalte der Arzneimittelstammdaten: Nach dem Satz: Bei Homöopathika und Anthroposophika sind die verfügbaren Informationen einzustellen wird folgender Absatz eingefügt: Die folgenden Inhalte sind Mindestbestandteil bei Medizinprodukten nach § 31 Abs. 1 Nr. 2 SGB V
– Pharmazentralnummer (PZN)
– Bezeichnung des Medizinprodukts
– Zweckbestimmung, wie vom Hersteller/Anbieter angegeben
– Zusammensetzung nach Art und Menge, wie vom Hersteller/Anbieter angegeben
– Darreichungsform
– Packungsgröße
– Preis, wie vom Hersteller/Anbieter angegeben unter Angabe, ob Vertragspreis oder unverbindliche Herstellerangabe
– Hersteller
– ATC-Klassifizierung, wie vom Hersteller/Anbieter angegeben
– Hinweis auf die Verordnungsfähigkeit (Text bei verordnungsfähigen Medizinprodukten)
– Befristung der Verordnungsfähigkeit laut § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 SGB V (Arzneimittel-Richtlinie)
- 2.1.3 Satz 1 wird wie folgt gefasst: Unter Hausapotheke sind zum Beispiel patientenbezogene, praxisbezogene oder arztbezogene Verordnungshistorien zu verstehen, aus denen Verordnungen vorgenommen werden können.
- P2-160 Aktualisierung der Hausapotheke: An den letzten Satz wird folgender Satz angefügt: Beim Aufspielen der Updates darf keine gesteuerte Belegung im Bereich der Hausapotheke erfolgen.
- P3-110 Auswahl aus einem vollständigen Verzeichnis wird neu eingeführt und wie folgt gefasst: Die Übernahme eines Arzneimittels auf ein Rezept oder in eine Hausapotheke erfolgt aus einer Datenbank auf Grundlage eines vollständigen pharmazeutischen Verzeichnisses.
- O3-200 Werbefreie PVS: Der letzte Satz wird wie folgt gefasst: Werden eine werbefreie und eine werbehaltige Version angeboten, muss ein Wechsel zwischen den Versionen möglich sein.
- P3-210: Anzeige von Werbung: Der vierte Satz wird wie folgt gefasst: Hinter einer Werbung darf keine Funktion hinterlegt sein, die weder unmittelbar noch mittelbar beispielsweise zum Ausstellen einer Verordnung, einer Veränderung auf dem Rezept (z. B. Änderung des Aut-idem-Status) oder einer Übernahme in die Hausapotheke führt. Danach wird folgender Satz eingefügt: Hinter einer Werbung darf keine Funktion hinterlegt sein, die einen unmittelbaren oder mittelbaren Einfluss auf Grundeinstellungen bzw. die Konfiguration des Praxisverwaltungssystems oder der Datenbank (z. B. Filtereinstellungen bei Suchfunktionen) hat.
- P3-420: Vollständige Auflistung von Substitutionsvorschlägen: Nach dem zweiten Satz werden folgende Sätze angefügt: Die Vorbelegung steht dabei auf dem preiswertesten Mittel.
Bei mehreren preisidentischen Arzneimitteln ist der gesamte Bereich zu markieren. Die endgültige Auswahl erfolgt durch den Arzt.
- P3-510: Spezielle Verordnungsinformationen: Vertragspreise wird wie folgt gefasst: Bei Festbetragsarzneimitteln, für die Krankenkassen mit pharmazeutischen Unternehmern Rabattvereinbarungen nach § 130a Abs. 8 SGB V zum Zwecke des § 31 Abs. 2 SGB V (Ausgleich der Mehrkosten bei Festbetragsarzneimitteln, auch Aufzahlung genannt) vereinbart haben, sind neben dem Hinweis auf eine entsprechende Vereinbarung ebenso die beteiligten Krankenkassen zu hinterlegen. In diesen Fällen ist für das Arzneimittel ein Aufzahlungsbetrag von null Euro auszuweisen.

2. Die Regelung tritt zum 15. Dezember 2008 in Kraft.

Berlin, den 28. November 2008


Die Veröffentlichung steht unter dem Vorbehalt der Unterzeichnung des Vertrages; das Unterschriftsverfahren wird derzeit durchgeführt. N
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema