ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2008Universitätskliniken: MB will neun Prozent mehr Lohn für Ärzte

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Universitätskliniken: MB will neun Prozent mehr Lohn für Ärzte

Dtsch Arztebl 2008; 105(51-52): A-2731

Rabbata, Samir

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Ärzte in Norwegen verdienen bis zu 60 Prozent mehr als ihre deutschen Kollegen. Darauf wies der MB-Vorsitzende Rudolf Henke zum Start der Tarifrunde hin. Foto: Christian Griebel
Ärzte in Norwegen verdienen bis zu 60 Prozent mehr als ihre deutschen Kollegen. Darauf wies der MB-Vorsitzende Rudolf Henke zum Start der Tarifrunde hin. Foto: Christian Griebel
Mit einer Forderung von durchschnittlich neun Prozent mehr Lohn hat die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) die Tarifrunde 2009 für Ärzte an Universitätskliniken gestartet. Als weitere Ziele nannte der MB die Anhebung der Ostgehälter auf Westniveau und eine Erhöhung der Zeitzuschläge für Überstunden und Nachtarbeit.

Für Ärzte vor der Facharztanerkennung verlangt der MB neun Prozent mehr Gehalt. Die Löhne von Fachärzten sowie Oberärzten sollen nach dem Willen der Gewerkschaft um acht Prozent angehoben werden. Von der Lohnrunde betroffen sind 22 000 angestellte Ärzte. 3 000 Kollegen sind verbeamtet, weshalb für sie der Tarifvertrag nicht gilt. Für die Bundesländer Hessen und Berlin existieren zudem eigene arztspezifische Tarifverträge, die von der Tarifrunde nicht erfasst sind.

„Im nationalen und internationalen Vergleich schneiden die Ärzte an Unikliniken schlecht ab. Ihre Einkommen stagnieren seit 2003“, sagte der Erste Vorsitzende des MB, Rudolf Henke, in Berlin.

Als weiteres Ziel nannte der MB die Einbeziehung aller Ärzte in den Geltungsbereich des arztspezifischen Tarifvertrags. Bisher seien davon nur Ärzte erfasst, die überwiegend in der Patientenversorgung tätig seien. So blieben beispielsweise Rechtsmediziner, Betriebsärzte und wissenschaftlich tätige Ärzte ausgeschlossen. SR
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