ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2008Prävention: An Grenzen stoßen
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. . . Auch wenn Präventionsstrategien optimal laufen, stoßen sie an Grenzen. Menschen sind, auch zu ihrem Guten, nicht uneingeschränkt lenkbar. Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach. So schmeichelhaft Herr Dr. phil. Gerst es gemeint haben mag, indem er die Rolle des Arztes als so überaus wichtig hervorhebt, muss ich doch widersprechen: Es gibt viele Institutionen, die Präventionsstrategien besser und früher (Elternhaus, Kindergarten, Schule) umsetzen können. Da es sich um ein gesellschaftliches Problem handelt, sollte der Staat hier feste Stellen für Fachleute aus der Psychologie, der Ernährungs- und Bewegungslehre etablieren, und zwar nicht mit Geldern, die dem kurativen Sektor entzogen werden. Denn ob hier jemals die errechneten Spareffekte ankommen, ist blanke Theorie. Eins steht fest: Krankheiten (auch neue!) und damit genug Arbeit für uns schwindende Anzahl von Ärzten wird es immer geben! Und auch wenn ich im Patientengespräch immer wieder aus Überzeugung präventiv tätig bin, so habe ich doch Medizin studiert, weil ich Kranken helfen möchte. Das ist und bleibt meine Spezialisierung.
Dr. Ilse-Elisabeth Schütze, Kaltenborner Straße 279, 03172 Guben
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