szmtag Prävention: Salutogenese
ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2008Prävention: Salutogenese
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Des Rätsels Lösung ist leider ganz einfach: Wir Ärzte werden für Krankheit bezahlt, nicht für Gesundheit. Prävention schadet also tendenziell dem Geschäft. Krankheitserfinder in der Pharmaindustrie und Fallpauschalen sorgen dafür, dass die Menschen ja so wahnsinnig krank sind! Wir befinden uns nicht in einem Gesundheits-, sondern in einem Krankheitssystem. Seit Beginn meiner Ausbildung versuche ich in anderen Bahnen zu denken (siehe auch www.kolitzus.de bzw. meine Bücher): Salutogenese ist das Stichwort. Was macht Menschen/Patienten gesund, und was erhält sie gesund? Nicht zufällig, dass dieses Konzept mit vielen Vorläufern (unter anderem Wilhelm Reich) von einem Soziologen entwickelt wurde – Antonovsky, und nicht von einem Arzt . . . Dem Patienten, d. h. uns allen, muss die Verantwortung zurückgegeben werden: „Glück ist die Folge einer Tätigkeit“ (Aristoteles) oder „Glück ist Talent für das Schicksal“ (Novalis). Dieses können wir trainieren – und nicht passiv auf den Doktor warten. Schon Hippokrates wusste: „Die Menschen sind krank, weil sie aus Torheit alles tun, um nicht gesund zu werden.“
Dr. med. Helmut Kolitzus, Tengstraße 9, 80798 München
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