ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2008Hans Jürgen Ahrens: Widerpart und Partner der Ärzteschaft

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Hans Jürgen Ahrens: Widerpart und Partner der Ärzteschaft

Dtsch Arztebl 2008; 105(51-52): A-2765

Stüwe, Heinz

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Hans Jürgen Ahrens Foto: AOK
Hans Jürgen Ahrens Foto: AOK
Seit 14 Jahren steht Dr. jur. Hans Jürgen Ahrens an der Spitze des AOK-Bundesverbands. Genauso lang ist er Widerpart und Vertragspartner der Ärzteschaft. Nicht viele wissen, dass Ahrens mit Anfang 30 aus Liebe zu seiner norddeutschen Heimat eine Bankkarriere aufgegeben hat. Statt in die Commerzbank-Zentrale nach Frankfurt zu gehen, trat der promovierte Jurist in Kiel in den Landesdienst Schleswig-Holsteins ein. Er brachte es bis zum Abteilungsleiter im Arbeitsministerium, unter anderem zuständig für die Sozialversicherung. Im Jahr 1994 ging Ahrens zum AOK-Bundesverband nach Bonn, wo er als Geschäftsführer und dann als Vorstandsvorsitzender Verantwortung für die größte Kassenart übernahm.Trotz empfindlicher Mitgliederverluste im Kassenwettbewerb hat Ahrens das AOK-System gut durch alle Fährnisse gesteuert und ihm eine starke Stellung erarbeitet. Wenige Wochen nach dem Umzug an die Spree, bevor die Krankenkassen am 1. Januar 2009 in eine andere Welt eintreten, legt der 67-Jährige die Führung des Bundesverbands in jüngere Hände. Sieht er im Rückblick einen wirklichen Fortschritt in der Gesundheitspolitik? Ahrens nennt mehr Wahlmöglichkeiten für die Versicherten, auch den neuen Risikoausgleich unter den Kassen, die integrierte Versorgung, Disease-Management- und Hausarztverträge. Die Zukunft gehöre den Einzelverträgen – mit Arztgruppen und auch mit Kliniken. Für eine Aussage dürfte ihm ärztlicher Beifall sicher sein: „Wir müssen uns von der Einstellung ,Jeder kann alles haben‘ verabschieden. Ansonsten kann die GKV Notwendiges irgendwann nicht mehr bezahlen.“ Heinz Stüwe
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