ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2009Dopingkontrollen: Fachgesellschaft hält B-Probe für überflüssig

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Dopingkontrollen: Fachgesellschaft hält B-Probe für überflüssig

Dtsch Arztebl 2009; 106(1-2): A-5 / B-5 / C-5

Siegmund-Schultze, Nicola

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LNSLNS Die Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention (DGSP) schlägt die Abschaffung der B-Probe bei den Dopingkontrollen vor: Sie sei ein Anachronismus in der Dopingbekämpfung. „Die B-Probe verbraucht Geld und Zeit und verschlechtert die Resultate des Antidopingkampfs“, sagt Prof. Dr. med. Jürgen M. Steinacker, Vorsitzender des DGSP-Wissenschaftsrats.

„Die B-Probe kann unter Umständen sogar systematisch falsch-negative Testergebnisse liefern, weil zum Beispiel Peptidhormone durch Alterung, insbesondere Wärme und allein durch den Transport denaturieren.“ Damit könnten kleine Spuren von Hormonen in der B-Probe bereits nicht mehr nachweisbar sein, was im Einzelfall von findigen Sportlern ausgenutzt werden könne. Auch in der Gerichtsmedizin gebe es nicht generell eine B-Probe, sondern der Nachweis einer Substanz durch ein anerkanntes Labor sei bereits ausreichend. Ein Widerlegungsversuch durch ein anderes Labor sei unnötig. Daher solle auch die B-Probe aus dem Sport verbannt werden.

Viel wichtiger für die Qualität von Dopingkontrollen ist aus Sicht der DGSP der Umgang mit der A-Probe. Der Transport könne zum Beispiel durch eine effektivere Kühlung verbessert werden. nsi
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