ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2009Honorarreform: Budget mit neuem Namen
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. . Wenn ich meine Regelleistungsvolumen-Mitteilung durchrechne, komme ich zu einem Ergebnis von ca. zehn Prozent weniger als bisher, von Zuwachs ganz zu schweigen. Die Qualifikationszuschläge für zahlreiche hochwertige Leistungen kann ich allenfalls zu etwa 15 bis 20 Prozent erbringen. Für die volle Summe müsste ich meine Zahlen, die dem Fachgruppenschnitt entsprechen, um annähernd das Acht- bis Zehnfache steigern. Das heißt: Mehrarbeit für weniger Geld. Das Anlegen eines Langzeit-EKG wird mit acht Euro inklusive Qualitätszuschlag vergütet, die Kosten liegen aber bei mindestens zwölf Euro. Ich müsste die Leistung somit streichen, nicht häufiger erbringen, rationalisierbar ist das auch nicht. So sieht es bei zahlreichen Leistungen aus, eigentlich bei allen technischen Leistungen, deren Werte nur noch als lächerlich angesehen werden können. Auch der Hausbesuch mit 13 Euro wird wohl langsam aussterben müssen . . . „Das Budget ist gefallen“, ja, jetzt heißt es „Mengenbegrenzung“. Die festen Werte in Euro bedeuten für mich, dass ich jetzt in Euro erkenne, dass ich eigentlich alle Geräte abschaffen und meine Helferinnen entlassen müsste, nicht mehr in Punkten. Erforderliche, morbiditätsbedingte Mehrleistungen können wir den Kassen auch nicht belegen, die Einzelleistungen verschwinden ja in Pauschalen . . .
Dr. Hans Georg Hoppenrath, Buchenweg 13, 66484 Großsteinhausen
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