ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2009Praxissoftware: Einseitig
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. . . Frau Korzilius hat recht, das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit der Ärzt(inn)en gegenüber den Patient(inn)en müssen gewahrt bleiben. Nur – ihre Einleitung und Schlussfolgerungen sind doch sehr einseitig begründet . . . Die Softwarehäuser werden seit Jahren vonseiten der Krankenkassen, der KBV und des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums gezwungen, eine Flut von Veränderungen umzusetzen . . . Soweit ich informiert bin, zahlt keine der drei genannten Institutionen dafür auch nur einen Cent an die Softwarehäuser. Das bedeutet aber, dass wir Anwender zahlen müssen, noch dazu für Veränderungen, die die letzten Jahre nie zu unserem Vorteil waren, nur Mehrarbeit mit sich gebracht haben . . . „Das Gerichtsurteil ist ein Sieg für die Ärzte, wofür diese auch bereit sind zu zahlen.“ Wie viele Ärzte haben Sie denn gefragt? Sie wissen ebenso gut wie ich, so hoffe ich doch, dass die Arzthonorare seit Jahren rückläufig sind, nicht jedoch die Kosten. Und deshalb wird es ziemlich vielen Ärzt(inn)en gleichgültig sein, von welchem Pharmaunternehmen ihre Software gesponsert wird, solange nicht ständig aufdringliche Werbung erscheint und man die Option hat, per Mausklick Werbehinweise zu unterbinden. Im Übrigen sind die Ärzt(inn)en durch das über ihnen schwebende Damoklesschwert Regresse schon lange gezwungen, wirtschaftlich zu verordnen, und daran kann sie auch kein gesponsertes Softwareprogramm hindern . . . Das Vertrauen der Patient(inn)en in ihren Arzt wird ganz sicher nicht dadurch geschmälert, dass Softwarehäuser gesponsert werden. Es wird geschmälert durch Fallzahl- und Punktzahlbegrenzung. Eine Arztpraxis muss, wie jeder Betrieb, wirtschaftlich arbeiten, um überleben zu können. Wenn diese Wirtschaftlichkeit durch zu hohe Personal- und Sachkosten nicht erreicht werden kann, müssen eben Personal- und Sachkosten eingespart werden, was zwangsläufig längere Wartezeiten nach sich zieht . . .
Ingrid Paulsen, Mühlbacher Straße 1, 75031 Eppingen
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