ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2009Karl Lenhard Rudolph: Leibniz-Preis für Ulmer Spitzenforscher

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Karl Lenhard Rudolph: Leibniz-Preis für Ulmer Spitzenforscher

Hibbeler, Birgit

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Karl Lenhard Rudolph Foto: Universität Ulm
Karl Lenhard Rudolph Foto: Universität Ulm
Prof. Dr. med. Karl Lenhard Rudolph (39) wird mit dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet. Der Leiter des Instituts für molekulare Medizin und der Max-Planck-Forschungsgruppe für Stammzellalterung der Universität Ulm ist einer von elf Wissenschaftlern, die mit dem bedeutendsten deutschen Forschungspreis geehrt werden. Rudolph erhält eine Dotation von 2,5 Millionen Euro. Verliehen werden die Leibniz-Preise Ende März in Berlin.

Mit der Auszeichnung würdigt die DFG Rudolphs Arbeit über die molekularen Mechanismen des Alterns. Der Gastroenterologe befasst sich mit den Eigenschaften der Telomere, also der DNA-Bestandteile, die sich an Chromosomenenden befinden und bei jeder Zellteilung einen Bruchteil kürzer werden. Besonders interessiert er sich für das Enzym Telomerase. Anhand von Mausmodellen konnte Rudolph zeigen, dass die Telomerverkürzung zu einer Verkürzung der Lebenszeit führt und dass beispielsweise die Entstehung der Leberzirrhose von der Telomeraseaktivität abhängt.

Nach dem Studium und Tätigkeit als Arzt im Praktikum war Rudolph am Albert Einstein College in New York, USA, und am Dana Farber Center in Boston tätig. Ab 2001 baute er im Rahmen des Emmy-Noether-Programms der DFG eine Arbeitsgruppe an der Medizinischen Hochschule Hannover auf. 2006 erhielt er die erste Heisenberg-Professur der DFG. Im Jahr darauf wechselte er als Lehrstuhlinhaber und Forschungsgruppenleiter an die Universität Ulm. Birgit Hibbeler
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