ArchivDeutsches Ärzteblatt PP1/2009Modedroge „Spice“: Drogenbeauftragte kündigt Verbot an

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Modedroge „Spice“: Drogenbeauftragte kündigt Verbot an

Meißner, Marc

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Foto:ddp
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Die Drogenbeauftragte des Bundestages, Sabine Bätzing (SPD) plant zusammen mit Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt (SPD) die Herstellung, den Besitz und den Handel mit den Kräutermischungen „Spice“ zu verbieten.

„Spice“ ist in Deutschland als Räucherwerk frei verkäuflich und mit einem Warnhinweis „Nicht zum Verzehr geeignet“ versehen. Trotzdem wird es von vielen Käufern wegen seiner berauschenden Wirkung geraucht. Eine Analyse der Modedroge zeigt, dass neben verschiedenen Kräutern das synthetische Cannabinoid JWH-018 enthalten ist. „Nun ist bestätigt, dass die Modedroge ,Spice‘ keine harmlose Kräutermischung für den Raumduft ist, wie es der Hersteller glauben machen wollte“, so Bätzing. „Tatsächlich handelt es sich bei der zugesetzten Substanz um einen nicht zugelassenen Stoff, der psychotrope Wirkungen erzeugt.“

Das Bundesamt für Risikobewertung und die Drogenbeauftragte der Bundesregierung warnen schon länger vor dem Konsum der Modedroge. Lange war jedoch unklar, welche Substanz für die berauschende Wirkung verantwortlich ist. Durch die Identifizierung des JWH-018 steht nun fest, dass diese nicht durch die pflanzlichen Bestandteile, sondern durch einen nicht angegebenen chemischen Zusatz verursacht wird.

Das Verbot von „Spice“ soll bis Ende Januar in Kraft treten. Mei
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