ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2009Interdisziplinäres Forum: Mehr Infektionen durch multiresistente Keime

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Interdisziplinäres Forum: Mehr Infektionen durch multiresistente Keime

Dtsch Arztebl 2009; 106(3): A-58 / B-54 / C-54

Hillienhof, Arne

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Der multiresistente Staphylococcus aureus verursacht rund fünf Prozent der postoperativen Wundinfektionen. Foto: mauritius images
Der multiresistente Staphylococcus aureus verursacht rund fünf Prozent der postoperativen Wundinfektionen. Foto: mauritius images
Auf die gravierenden Probleme durch multiresistente Erreger im Krankenhaus und in der Praxis hat Christine Geffers vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Berliner Universitätsklinik Charité auf dem 33. Interdisziplinären Forum der Bundes­ärzte­kammer in Berlin hingewiesen.

Jedes Jahr verursacht allein der häufigste antibiotikaresistente Erreger, der multiresistente Staphylococcus aureus (MRSA), rund 20 000 Infektionen im Krankenhaus. „Der Anteil von MRSA ist innerhalb der letzten 20 Jahre von 2,4 Prozent auf knapp 23 Prozent gestiegen“, sagte Geffers. Allerdings falle beim MRSA der Anstieg in den vergangenen Jahren geringer aus. Andere multiresistente Erreger würden dagegen immer häufiger. Die Situation bezüglich multiresistenter Erreger im ambulanten Bereich habe sich in den vergangenen zehn Jahren aber kaum verändert. „Multiresistente Erreger schränken die Therapieoptionen deutlich ein und erhöhen das Krankheitsrisiko und die Möglichkeit, an bakteriellen Erkrankungen zu sterben“, erläuterte Geffers.

Die verlässlichsten Daten zu den Infektionen mit multiresistenten Erregern liefere das Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System. Danach seien von den innerhalb der letzten fünf Jahre gemeldeten postoperativen Wundinfektionen fünf Prozent durch MRSA verursacht worden. 4,4 Prozent der Infektionen auf Intensivstationen beruhten auf MRSA. hil
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