ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2009Komplementärmedizin: Brücke zur Schulmedizin

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Komplementärmedizin: Brücke zur Schulmedizin

Richter-Kuhlmann, Eva

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Neuland betrat das Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité – Universitätsmedizin Berlin mit der Organisation des ersten Europäischen und Deutschen Kongresses für Integrative Medizin „Die Zukunft optimaler Patientenversorgung“ im November 2008 in Berlin. „Bisher herrschte ein strikter Dualismus von Schulmedizin einerseits und Komplementärmedizin andererseits, und der Patient wurde zum Opfer dieser Zweiteilung“, erklärte der Direktor des Instituts, Prof. Dr. med. Stefan N. Willich. „Mit der Etablierung der integrativen Medizin wollen wir den Patienten in den Mittelpunkt stellen und für ihn die beste individuelle Therapie suchen.“ Der Fokus liege dabei auf den Themen Krebs, Schmerz, Allergien, Herz-/Kreislauf sowie Magen/Darm.

Auch das Bundesgesundheitsministerium messe der integrativen Medizin als Brücke zwischen schul- und komplementärmedizinischen Verfahren ein enormes Potenzial bei, das die medizinische Versorgung verbessern könne, sagte Marion Caspers-Merk. Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesgesundheitsministerium bot ihre Unterstützung an, um das „Lagerdenken“ endlich zu überwinden.

Die Deutsche Krebsgesellschaft begrüßte ebenfalls die Etablierung des Kongresses. Sie wies jedoch darauf hin, dass sich auch die komplementäre Onkologie den Fragen nach Wirkung, Neben- und Wechselwirkungen stellen müsse. ER
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