ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2009Rezeptfreie Arzneimittel: Hersteller setzen auf grünes Rezept

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Rezeptfreie Arzneimittel: Hersteller setzen auf grünes Rezept

Mertens, Stephan

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Keine Erstattung durch die Kassen: Seit 2004 müssen Patienten OTCPräparate selbst bezahlen. Daraufhin ging der Verkauf deutlich zurück. Foto: Caro
Keine Erstattung durch die Kassen: Seit 2004 müssen Patienten OTCPräparate selbst bezahlen. Daraufhin ging der Verkauf deutlich zurück. Foto: Caro
Der Bundesverband der Arzneimittelhersteller (BAH) will die Nutzung des grünen Rezepts fördern und stellt dazu seit Januar entsprechende Rezeptformulare unentgeltlich zur Verfügung.
Mit der Einführung des GKV-Modernisierungsgesetzes 2004 werden rezeptfreie Arzneimittel, sogenannte OTC-Präparate (OTC = over the counter), nicht mehr von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet. Infolgedessen ging deren Verkauf jährlich um mehr als 100 Millionen Packungen zurück. Nach Studien des Verbandes führte der Ausschluss aus der GKV-Erstattung beim Verbraucher zu Zweifeln am therapeutischen Nutzen von OTC-Präparaten. Mithilfe des grünen Rezepts versucht der BAH dem entgegenzuwirken. Ein so verschriebenes Medikament sei eine direkte Empfehlung des Arztes und führe zu einer höheren Akzeptanz beim Patienten, sagte der BAH-Vorsitzende, Hans-Georg Hoffmann.
Zwei Drittel der Hausärzte nutzen nach Angaben des BAH bereits diese Möglichkeit. Bisher wurden Formulare für das grüne Rezept von Pharmavertretern in den Praxen verteilt. Seit diesem Jahr können Ärzte Grüne-Rezept-Formulare kosten- und werbefrei über den BAH beziehen. Me
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