ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2009Telemedizinstudie: Nutzen erwiesen für Herzinsuffizienz

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Telemedizinstudie: Nutzen erwiesen für Herzinsuffizienz

Krüger-Brand, Heike E.

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LNSLNS Chronisch herzinsuffiziente Patienten profitieren von Telemedizin; zugleich wird das Gesundheitswesen entlastet. Zu diesem Ergebnis kommt eine gesundheitsökonomische Auswertung des telemedizinischen Betreuungsprogramms „Zertiva“ des Unternehmens PHTS Telemedizin. Die Daten wurden für 180 Versicherte der Taunus-BKK über den Zeitraum von einem Jahr am Universitätsklinikum Jena erhoben. Die Patienten wurden nicht randomisiert, sondern es wurde eine altersgematchte Vergleichsgruppe der Versicherung genommen.

Danach mussten chronisch herzinsuffiziente Patienten (NYHA III), die zusätzlich zu ihrer herkömmlichen Therapie telemedizinisch betreut wurden, in 58 Prozent der Fälle seltener stationär behandelt werden als Patienten der Vergleichsgruppe. Die Zahl der Klinikaufenthalte sank um 43 Prozent. Für Patienten, bei denen eine stationäre Behandlung notwendig war, verringerten sich die Krankenhaustage je Einweisung um 24 Prozent. Dies entspricht einem Rückgang der gesamten Krankenhaustage pro Kopf um 68 Prozent. Somit ließen sich die Krankenhauskosten pro Kopf um 77 Prozent senken.

In dem telemedizinischen Betreuungsprogramm erhalten die Patienten eine Waage, ein Blutdruckmessgerät sowie ein Modem und übermitteln ihre Vitalwerte täglich von zu Hause aus an ein telemedizinisches Zentrum. Dort werden die Daten automatisiert in der elektronischen Patientenakte erfasst. (Informationen bei Dr. med. Matthias Goernig. E-Mail: matthias.goernig @med.uni-jena.de) KBr
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