ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2009Patientennahe Diagnostik in der Mikrobiologie
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Hintergrund: Seit mehreren Jahren ist das Konzept der patientennahen Labordiagnostik (POCT) auch für den Erregernachweis bei Infektionen verfügbar. Die vorliegende Arbeit erläutert anhand der Beispiele den aktuellen technischen Stand und fasst die spezifischen Vor- und Nachteile des POCT-Ansatzes im Bereich Mikrobiologie zusammen.
Methode: Selektive Literaturrecherche in medizinischen
Literatur-Datenbanken unter Einbeziehung aktueller nationaler und internationaler Leitlinien.
Ergebnisse/Schlussfolgerung: Die verfügbaren Testsysteme sind technisch ausgereift und bieten gute bis sehr gute Leistungscharakteristika. Eine gleichwertige Alternative zu konventionellen Verfahren stellen bei gegebener Indikation die Tests bei folgenden Infektionen dar: HIV, Malaria, Gruppe-A-Streptokokken und Legionellen. Eher ergänzende Informationen liefern der Pneumokokken- sowie der Influenza-Schnelltest. Für den Routineeinsatz ungeeignet ist der Gruppe-B-Streptokokken-Schnelltest, weil seine Empfindlichkeit im Vergleich zur Erregeranzucht derzeit noch zu niedrig ist. Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz ist die sachgerechte Handhabung derartiger Tests durch geschultes Personal, die Durchführung von Qualitätsmanagement-Maßnahmen sowie die Interpretation der Ergebnisse unter Berücksichtigung der Schwere des Krankheitsbildes und der epidemiologischen Situation.
Dtsch Arztebl Int 2009; 106(4): 48–54
DOI: 10.3238/arztebl.2009.0048
Schlüsselwörter: Labordiagnostik, Infektionsrisiko, Immundiagnostik, Schnelltest, Diagnosestellung
LNSLNS Die patientennahe Labordiagnostik („point of care testing“, POCT) hat in den letzten Jahren einen starken Aufwärtstrend erfahren (Kasten 1). Typische Einsatzgebiete sind Blutgasanalytik und Blutzuckerbestimmung, zunehmend auch kardiale Marker. Seit mehreren Jahren wird dieses Diagnostikkonzept, meist in Form von Teststreifen oder einfach zu bedienenden Kassettensystemen, auch für infektiologische Fragestellungen angeboten. Auf dem deutschen Diagnostika-Markt existieren bereits zahlreiche Produkte zur patientennahen Diagnostik viraler, bakterieller und parasitärer Infektionen. Vom POCT im engeren Sinne ist das sogenannte „home-testing“ zu unterscheiden, zu dem neben der Blutzucker- und Quick/INR-Kontrolle durch den Patienten selbst auch neuere Entwicklungen wie Malaria- und andere Schnelltests (zum Beispiel Speicheltests zum Nachweis von HIV-Antikörpern) gehören, die durch medizinische Laien durchgeführt werden sollen.

Eine noch schnellere Verbreitung der Systeme wird dadurch eingeschränkt, dass diese Untersuchungen in Arztpraxen kaum kostendeckend durchzuführen sind. Sowohl nach GOÄ als auch nach EBM bestehen nur wenige Möglichkeiten, die Leistungserbringung abzurechnen (2, 3). Im stationären Bereich ist im Einzelfall zu entscheiden, ob der Mehraufwand auf der Kostenseite durch die Zugewinne aufgrund der schnelleren Diagnostik auszugleichen ist (4).

Das Grundprinzip der meisten Systeme beruht auf dem immunchromatografischen Nachweis eines spezifischen mikrobiellen Antigens (selten: Antikörpers) in der Patientenprobe (Urin, Abstrich, Vollblut) nach dem ELISA-Prinzip (ELISA = enzyme linked immunosorbent assay). Daneben gibt es einige Ansätze, molekularbiologische Methoden (meist die Polymerase-Kettenreaktion, PCR) für POCT zu nutzen, die jedoch technisch aufwändig sind und daher (noch) keine Schnellteste im eigentlichen Sinne darstellen (Kasten 1).

Das häufigste Argument für den Einsatz der bettseitig durchführbaren Tests ist der Zeitgewinn, da einerseits der Transport ins Labor wegfällt und man andererseits, je nach Fragestellung, auf eine aufwändige kulturelle oder nicht kulturelle Analytik verzichten kann. Im Falle eines bakteriellen Infekts nimmt die Diagnostik aufgrund der kulturellen Verfahren mindestens 48 bis 72 Stunden in Anspruch und im Falle einer viralen oder parasitären Infektion wird die Diagnostik, vor allem im Bereich kleinerer Krankenhäuser, entweder gar nicht angeboten, erfolgt nicht als Eilfall oder wird auch innerhalb des Labors mittels Teststreifen (POCT-Verfahren) durchgeführt.

Wie wichtig es ist, möglichst frühzeitig eine erregerorientierte zielgerichtete Antibiotikatherapie zu initiieren, wurde unlängst durch eine Beobachtungsstudie an 2 154 Patienten mit septischem Schock dokumentiert: Patienten, die innerhalb der ersten 30 Minuten behandelt wurden, überlebten in 83 % der Fälle, wogegen Patienten, die erst nach 30 bis 60 Minuten ihre antimikrobielle Therapie bekamen, eine um 6 % schlechtere Überlebenschance hatten (5). Danach nahm die Sterblichkeit mit jeder Stunde Verzögerung der Antibiotika-Therapie um 7 % zu (5).

Kritische Stimmen bezweifeln andererseits, dass der Zeitvorteil durch POCT wirklich mit Gewinn für den Patienten genutzt werden kann und begründen dies damit, dass sich die meisten bedrohlichen Infektionen durch unmittelbare Gabe eines empirisch verabreichten Antibiotikums gegen den oder die ursächlichen Keime ebenso effektiv behandeln lassen. Dieser Umstand zeigt sich auch in den aktuellen Konsensuskriterien vieler Leitlinien, und somit wird die Diagnosestellung vielfach ausdrücklich nicht mehr an den Nachweis eines Infektionserregers geknüpft, sondern primär anhand klinischer Kriterien definiert (6, 7).

Es stellt sich daher die Frage, worin die besonderen Chancen und Risiken, die spezifischen Vor- und Nachteile der infektiologischen Diagnostik durch Schnelltests liegen. Um den praktischen Nutzen der Streifen im klinischen Alltag zu erfassen, haben die Autoren eine Literaturauswertung für einige Schnelltests mit hoher praktischer Bedeutung (Pneumokokken, Legionellen, Influenza, beta-hämolysierende Streptokokken der Gruppen A und B, HIV und Malaria) vorgenommen.

Methode
Die selektive Literaturauswertung zum Thema „POCT“ und „Mikrobiologie“ wurde mit medizinischen Literatur-Datenbanken, Medline/PubMed sowie mit der eigenen Handbibliothek, über Internetsuchmaschinen und individuelle Suche bei einschlägigen Einrichtungen („Centers for Disease Control and Prevention“, CDC; „World Health Organisation“, WHO) und medizinischen Fachgesellschaften (Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V., AWMF) durchgeführt. Die Autoren haben die Literatur bis April 2008 gesichtet, relevante Arbeiten ausgewählt und ausgewertet. Folgende Suchbegriffe (deutsch und englisch) wurden verwendet: „antigen test“, „rapid test device“, „point-of-care-test“, „POCT“, „bedside test“, „rapid test“ und „immunochromatografic test“. Die Titel der ermittelten Publikationen wurden systematisch auf folgende Zusatzbegriffe untersucht und damit die Anzahl der „findings“ eingeengt: Influenza, Legionella pneumophila, legionella urinary antigen, Streptococcus pneumoniae, pneumococcal urinary antigen, human immunodeficiency virus, HIV, beta-hemolytic streptococci, Streptococcus pyogenes, group A streptococcus, Streptococcus agalactiae, group B streptococcus, malaria und Plasmodium falciparum.

Ergebnisse und Diskussion
Sensitivität und Spezifität
Die CE-Kennzeichnung (CE, Conformité Européenne, etwa „Übereinstimmung mit EU-Richtlinien“) über die alle „In-vitro-Diagnostika“ nach dem Medizinproduktegesetz verfügen müssen, verleitet gelegentlich zu der Annahme, dass bereits eine externe Validierung des Tests erfolgte. Das ist jedoch nicht der Fall. Die CE-Zertifizierung mit den darin benannten Sensitivitäts- und Spezifitätswerten wird vom Hersteller selbst verantwortet und bestätigt lediglich, dass das betreffende Produkt den grundlegenden Anforderungen der europäischen Richtlinie für In-vitro-Diagnostika entspricht (8). Nur Produkte zur Diagnose von „Risikomarkern“ (etwa HIV, HCV, HBV, HTLV, manche Blutgruppen) werden von „benannten Stellen“ (zum Beispiel TÜV) mitbewertet und erst dann CE-gekennzeichnet (8). Damit sind „Sensitivität“ und „Spezifität“ nach den Herstellerangaben eher unsichere Kenngrößen für die diagnostische Güte eines Tests und scheiden als objektive Beurteilungskriterien weitgehend aus.

Verlässlicher ist es, die erforderlichen Daten aus Übersichtsarbeiten oder Leitlinien-Empfehlungen von Fachgesellschaften zu entnehmen (Kasten 2). Auch hier sind einige Einschränkungen hinzunehmen. Erstens beziehen sich die ermittelten Werte in der Regel auf den Vergleich der jeweiligen Schnelltests mit konventionellen Methoden, die keineswegs standardisiert sind. So kommt es regelmäßig vor, dass in derselben Studien-Fragestellung unterschiedliche „Goldstandards“ zum Einsatz kommen, was eine übergreifende vergleichende Bewertung erschwert. Zweitens haben die Kenngrößen „Sensitivität“, „Spezifität“, „positiver Vorhersagewert“ und „negativer Vorhersagewert“ nur innerhalb der jeweiligen Studiensituation ihre Gültigkeit; sie dürfen daher nicht unreflektiert auf andere Situationen (zum Beispiel in die Hausarztpraxis) übertragen werden, es sei denn, es besteht eine einheitliche Prävalenz und Krankheitsschwere. Schließlich ist zu beachten, dass negative Schnelltestergebnisse selbst bei Testsystemen mit sehr guter Sensitivität eine entsprechende Erkrankung nicht sicher ausschließen (besonders bei niedriger Prävalenz der Erkrankung, siehe Modellrechnung in Tabelle 1), denn die Größen „Sensitivität“ und „Spezifität“ berücksichtigen nicht die Verteilung von Kranken und Gesunden im untersuchten Kollektiv (9, 10).

Schnelltests bei respiratorischen Infektionen
Für die Diagnostik respiratorischer Infektionen stehen drei etablierte Schnelltests zur Verfügung (Tabelle 2 und Kasten 2), die von hoher praktischer Bedeutung sind: der Influenza-, der Pneumokokken- und der Legionellen-Antigennachweis. Der Wert der Systeme liegt insbesondere in der Beschleunigung der Diagnostik (zum Vergleich Pneumokokkenkultur: 24 bis 48 Stunden; Influenza-Nachweis durch Kurzzeitkultur: > 3 Tage; Legionellenkultur: 3 bis 7 Tage) beziehungsweise in der Verbesserung der diagnostischen Ausbeute (Pneumokokken, Legionellen). Beispielsweise gelingt selbst bei bakteriämisch verlaufenden Pneumokokken-Pneumonien der Erregernachweis mittels Sputumkultur nur in 40 bis 50 % der Fälle (11, 12). Die Hauptgründe für ein Versagen des kulturellen Nachweises sind in nicht optimaler Probengewinnung, zu langer Transportzeit und vorausgehender antimikrobieller Therapie zu suchen (11). Wesentlich unempfindlicher zeigt sich demgegenüber der Pneumokokken-Schnelltest, sodass bei einem Teil der Patienten mit negativer Kultur doch noch der Nachweis der Pneumokokken-Ätiologie gelingt (Sensitivität: 50 bis 80 %; Spezifität: 90 %) (11, 13). Allerdings steht auch hier das Ergebnis des Urin-Antigentests in direkter Abhängigkeit zur Schwere der Erkrankung. Bei weniger kranken Patienten geht die Sensitivität auf 60 % zurück (Grafik 1) (14). Dies sowie die Tatsache, dass Pneumokkoken in aller Regel durch die für die kalkulierte Antibiotika-Therapie am häufigsten ausgewählten Präparate (Beta-Laktam) gut abgedeckt sind, führen dazu, dass man den Pneumokokken-Antigentest derzeit nur als Ergänzung zu Routinetests betrachten kann (11, 13). Schwierigkeiten ergeben sich auch bei der Diagnose von Infektionen bei Kindern und Kleinkindern, weil diese in bis zu 20 % der Fälle Pneumokokken als Kommensalen tragen (Keimträger) und dieses zu einem falsch-positiven Testergebnis führen kann (13, 15).

Legionellen sind wichtige Erreger sowohl ambulant als auch nosokomial erworbener Pneumonien. Sie bedrohen besonders abwehrgeschwächte (vor allem organtransplantierte) Patienten. Für etwa 60 bis 70 % der Infektionen ist Legionella pneumophila der Serogruppe 1 verantwortlich (113). Der Nachweis von Legionellen mittels Kultur gelingt nur in einem geringen Prozentsatz (mancherorts unter 10 %) und dauert im Regelfall 3 bis 7 Tage (11, 13, 16). Da andererseits perakute, rasch tödliche Verläufe vorkommen und Legionellen darüber hinaus eine besondere Therapie (Makrolid oder Fluorchinolon) erfordern, ist der klinische Nutzen des Legionella-Antigennachweises aus dem Urin für die Akutdiagnostik hoch. Die Sensitivität der Systeme wird derzeit mit etwa 94 %, die Spezifität mit 99 bis 100 % angegeben (zum Vergleich Kultur: Sensitivität 10 bis 80 %, Spezifität 100 %) (11). Infektionen durch Nicht-1-Serogruppen können durch Kreuzreaktionen erfasst werden, die Sensitivität ist jedoch mit circa 80 % deutlich niedriger (11).

Die Entwicklung der Schnelltests auf Influenzaviren wurde stark beschleunigt durch die Erkenntnis, dass ein frühzeitiger Therapiebeginn (innerhalb 48 Stunden) mit Neuraminidasehemmern die wichtigste Voraussetzung für einen Therapieerfolg darstellt (17). Beeinflusst vom gewählten „Goldstandard“ erlauben die derzeit verfügbaren Tests eine Diagnose mit einer Sensitivität zwischen 50 und 96 % und einer Spezifität von 72 und 100 % (17). Weitere Einflussfaktoren sind die Art des Untersuchungsmaterials (Nasenabstriche sind besser als Rachenabstriche) und das Alter der Patienten (17). In Ausbruchssituationen mit einer relativ hohen Prävalenz spricht der positive prädiktive Wert nach derzeitiger Literaturlage für den gezielten Einsatz dieser Tests im Management des Patienten (wenngleich die klinische Einschätzung durch einen erfahrenen Untersucher zu einem ähnlich guten positiven Vorhersagewert führt) (17).

In Situationen mit einer niedrigen Prävalenz (zum Beispiel zu Beginn eines Ausbruchs oder in einer interepidemischen Phase) ist die Aussagekraft durch den niedrigen Vorhersagewert stark eingeschränkt (Tabelle 1) (9, 10). Positive Schnelltestergebnisse sind in dieser Phase mit einer hohen Wahrscheinlichkeit falsch-positiv und bedürfen der Überprüfung durch einen zweiten, unabhängigen Test (Tabelle 1) (9, 10).

Schnelltests zum Streptokokken-Nachweis
Bei beta-hämolysierenden Streptokokken werden Antigen-Direktnachweise sowohl für Gruppe-A-Streptokokken (GAS, S. pyogenes) als auch für Gruppe-B-Streptokokken (GBS, S. agalactiae) als Schnelltests angeboten (15, 18). Die Tests beruhen auf einer Extraktion des C-Antigens aus der Zellwand und einer nachfolgenden Detektion mittels immunologischer Reaktion. Der unmittelbare GAS-Nachweis ermöglicht noch während der Untersuchung eines Tonsillitis-Patienten eine Entscheidung darüber, ob eine antimikrobielle Therapie notwendig ist. Studien haben gezeigt, dass dadurch der unnötige Einsatz von Antibiotika bei Pharyngitiden um mindestens ein Viertel reduziert werden kann (20). Dies und die inzwischen gute bis sehr gute Sensitivität (> 85 %) und Spezifität (> 95 %; zum Vergleich Kultur: Sensitivität 80 bis 97 %, Spezifität 100 %) fast aller modernen Systeme hat viele Fachgesellschaften veranlasst, den GAS-Schnelltest als Routinebaustein der Diagnostik in die Empfehlungen und Leitlinien zur Tonsillitis aufzunehmen (15, 19). Einen Nachteil angesichts steigender Makrolid-Resistenz stellt allerdings der Verzicht auf die Kultur dar, da auch die Möglichkeit einer Empfindlichkeitstestung entfällt (15).

Gruppe-B-Streptokokken (GBS) sind eine Hauptursache von Neonatalinfektionen in Industrieländern. Trotz erheblicher Fortschritte in Diagnostik und Therapie sind die GBS-Infektionen noch immer mit hoher Morbidität und Letalität verbunden (21, 22). Der kulturelle Nachweis von Gruppe-B-Streptokokken aus rektovaginalen Screeningabstrichen in der 35. bis 37. Schwangerschaftswoche und die intrapartale Chemoprophylaxe mit Ampicillin wird derzeit als die effizienteste Strategie angesehen, um die Häufigkeit und Schwere der Infektionen bei Neugeborenen zu reduzieren (22). Falls jedoch im Falle von Frühgeburtlichkeit ein kulturelles Screening nicht mehr durchgeführt werden kann, stehen für die intrapartale Testung diverse Schnelltests zur Verfügung (18). Die Tests weisen eine gute Spezifität auf (91 bis 100 %) (zum Vergleich Kultur: 89 %) (18, 23). Die Sensitivität der Tests ist deutlich schlechter (11 bis 79 %) (zum Vergleich Kultur: 91 %) (18, 23) und reicht in der Praxis nicht aus, was offenbar darauf zurückzuführen ist, dass ein Teil der Schwangeren mit niedrigen Keimzahlen besiedelt ist, die dem Schnelltest entgehen, aber dennoch zu Infektionen führen (24). Dementsprechend wird eine routinemäßige Anwendung des GBS-Schnelltests von den Fachgesellschaften derzeit nicht empfohlen (22, 25).

Humanes Immundefizienzvirus (HIV)
Patientennahe Schnelltests für den Nachweis von HIV-Antikörpern stellen inzwischen eine gleichwertige Alternative zu den üblichen Antikörper-Suchtests dar, weil ihre Sensitivitäten (98 bis 100 %) und Spezifitäten (75 bis 100 %) mit denen, der im Labor durchgeführten Enzymimmunoassays (EIAs) vergleichbar sind (e1). Ihr Einsatzgebiet liegt insbesondere in Bereichen mit begrenzter Verfügbarkeit von Laboratorien (zum Beispiel in Afrika) (e5), bei schwer erreichbaren Patienten (zum Beispiel Drogenabhängige, Personen ohne festen Wohnsitz), bei der zeitkritischen Entscheidung für oder gegen eine Prophylaxe nach Exposition sowie unter der Geburt bei unklarem HIV-Status der Schwangeren (e1e7). Trotz der in manchen Studien 99 bis 100 % betragenden Spezifität muss grundsätzlich mit der Möglichkeit eines falsch-positiven Schnelltestergebnisses gerechnet werden. Zwar zeigen die inzwischen vorliegenden Erfahrungen, dass das Problem in der Praxis geringer ist als angenommen, trotzdem müssen positive Schnelltestergebnisse unbedingt durch einen zweiten Schnelltest (im Falle eingeschränkter Ressourcen) (e5) oder durch konventionelle Bestätigungstests (zum Beispiel Westernblots) kontrolliert werden (e1).

Plasmodium falciparum – Malaria tropica
Zum Nachweis einer Infektion mit Plasmodium falciparum (Malaria tropica) stehen Schnelltests gegen zwei spezifische Antigene, das histidinreiche Protein 2 (HRP-2) und die parasitenspezifische Laktatdehydrogenase (pLDH), als Alternative zur herkömmlichen Diagnose mittels Lichtmikroskopie („dicker Tropfen“ und Blutausstrich) zur Verfügung (e8, e9). In den aktuelleren Studien zeigen die Tests zumeist Sensitivitäten beziehungsweise Spezifitäten von über 90 % beziehungsweise 80 % (e8). Falsch-positive Befunde sind möglich (zum Beispiel aufgrund von Rheumafaktor), ebenso falsch-negative Befunde – meistens bei sehr niedriger Parasitämie (< 100/µL) (e8, e10). Problematisch erscheint das Versagen der Schnelltests in vereinzelten Fällen trotz hoher Parasitendichte. Wenn dies beachtet wird, können Malaria-Schnelltests, falls die Lichtmikroskopie eines „dicken Tropfens“ beziehungsweise eines Blutausstrichs nicht verfügbar ist, nach einer entsprechenden Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin als Notfalldiagnostik eingesetzt werden (e10).

Qualitätssicherung
Um valide Messergebnisse zu erhalten, aber auch unter dem Aspekt des Infektionsschutzes des Anwenders ist auf eine korrekte Anwendung des Tests zu achten. Hierzu gehören die korrekte Probenahme und die Beachtung der Herstellerhinweise zur Durchführung des Tests. Eine umfangreiche Schulung ist wegen der Einfachheit der Systeme in der Regel nicht erforderlich. Die Bewertung von Ergebnissen labordiagnostischer Tests erfolgt ebenso wie die Indikationsstellung durch den behandelnden Arzt. Dies gilt für POCT wie für die „klassische“ Labordiagnostik.

Die aktuelle Richtlinie der Bundes­ärzte­kammer zur Qualitätssicherung laboratoriumsmedizinischer Untersuchungen (RiLiBÄK) ist auch beim Einsatz von POCT-Verfahren zu berücksichtigen. Es gelten besondere, vereinfachte Regelungen für POCT, wenn es sich um sogenannte „unit-use“-Reagenzien und die entsprechenden Messsysteme handelt. Dies bedeutet, dass Reagenzien für Einzelbestimmungen portioniert und mit einer Untersuchung verbraucht sind. Derzeit bezieht sich die RiLiBÄK ausschließlich auf quantitative Tests. In der Mehrzahl der Fälle handelt es sich bei den infektionsdiagnostischen Tests aber um Teststreifen zum qualitativen Nachweis eines Antigens oder Antikörpers. Es ist davon auszugehen, dass die RiLiBÄK entsprechend erweitert wird (e11).

Fazit
Insgesamt lässt sich feststellen, dass immunchromatografische Streifentests zum Nachweis von Infektionserregern technisch ausgereift sind und eine Reihe spezifischer Vorteile, aber auch Nachteile mit sich bringen (Kasten 3). Moderne immunchromatografische Tests erlauben eine schnelle und einfache Durchführung der Untersuchungen, ohne dass die Notwendigkeit spezieller Geräte oder methodischer Detailkenntnisse besteht. Da die Sensitivitäten und Spezifitäten bei vielen Testverfahren inzwischen recht hoch sind, können Schnelltests bei gezielten Fragestellungen zur raschen diagnostischen Orientierung, zur Aufdeckung von Infektketten und bei der Entscheidung zu einer frühzeitigen und gezielten antimikrobiellen Therapie oder medikamentösen Prophylaxe außerordentlich hilfreich sein. Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz ist die sachgerechte Handhabung derartiger Tests durch medizinisches Personal, die Durchführung von Qualitätsmanagement-Maßnahmen sowie die Interpretation der Ergebnisse unter Berücksichtigung der Schwere des Krankheitsbildes und der epidemiologischen Situation.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 17. 3. 2008, revidierte Fassung angenommen: 12. 8. 2008

Anschrift für die Verfasser
PD Dr. med. Enno Stürenburg
LADR GmbH
MVZ Geesthacht – Labor Dr. Kramer & Kollegen
Lauenburger Straße 67
21502 Geesthacht
E-Mail: stuerenburg@ladr.de

Summary
Point-of-Care Testing in Microbiology—The Advantages and Disadvantages of Immunochromatographic Test Strips
Background: Point-of-care testing (POCT) for the demonstration of pathogens in infections was introduced several years ago. The present study describes the current technical status of POCT, giving some examples, and summarizes the specific advantages and disadvantages of the POCT approach in microbiology.
Method: Selective review of the literature found in medical databases under consideration of current German and international guidelines.
Results/conclusion: The test systems available today are technically mature and offer good to very good performance. For HIV, malaria, group A streptococci, and legionellae, POCT testing, when indicated, is on a par with conventional procedures. The information yielded by rapid tests for pneumococci and for influenza tends to be supplementary in nature. The rapid test for group B streptococci is unsuitable for routine use because its sensitivity is still too low compared with bacterial culture. POCT can be successful only if the tests are performed correctly by trained personnel, quality management procedures are followed, and the severity of illness and the epidemiological circumstances are taken into account when interpreting the results.
Key words: laboratory diagnosis, infection risk, immune diagnosis, rapid testing, diagnosis
Dtsch Arztebl Int 2009; 106(4): 48–54
DOI: 10.3238/arztebl.2009.0048

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www.aerzteblatt.de/lit0409
The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de
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