ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2009Schwangerschaft und Geburt: Hohe Sterblichkeit in Entwicklungsländern

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Schwangerschaft und Geburt: Hohe Sterblichkeit in Entwicklungsländern

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80 Prozent der Todesfälle wären vermeidbar, wenn Schwangere Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung hätten. Foto: dpa
80 Prozent der Todesfälle wären vermeidbar, wenn Schwangere Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung hätten. Foto: dpa
Frauen in den ärmsten Ländern der Welt haben ein dreihundert Mal höheres Risiko, an den Folgen von Schwangerschaft und Geburt zu sterben als die in Industrieländern. In keinem Bereich der Gesundheitsversorgung sei die Kluft zwischen reichen und armen Weltregionen so groß wie bei der medizinischen Versorgung von werdenden Müttern, erklärte das UN-Kinderhilfswerk UNICEF bei der Vorstellung seines Jahresberichts „Zur Situation der Kinder in der Welt 2009“.

Demnach sterben jährlich etwa 530 000 Frauen an Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt. 99 Prozent dieser Todesfälle entfallen laut UNICEF auf die Entwicklungsländer, zwei Drittel allein auf nur zehn Länder. Am höchsten ist das Risiko für Frauen in Afrika (265 000 Todesfälle) und Südasien (187 000 Todesfälle). Vier Fünftel der Todesfälle könnten verhindert werden, wenn Schwangere Zugang zu einer medizinischen Grundversorgung hätten. Todesursachen sind etwa Blutungen, Infektionen und unsachgemäße Abtreibungen.

Weil es zu wenig Geburtsstationen, Hebammen oder medizinisches Personal gibt, bringen UNICEF zufolge mehr als 60 Prozent der Frauen in Afrika und in Asien ihre Kinder zu Hause unter oft unhygienischen Bedingungen zur Welt. afp
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