ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2009Organspende: Pharmahersteller fördert neues Modellprojekt

AKTUELL

Organspende: Pharmahersteller fördert neues Modellprojekt

Siegmund-Schultze, Nicola

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Um Organspenden in Nordrhein-Westfalen effektiver realisieren zu können, hat das Universitätsklinikum Münster (UKM) das „Modellprojekt Organspende“ initiiert. Es stellt den von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) beauftragten explantierenden Chirurgen, die Organentnahmen häufig in einem für sie fremden Krankenhaus der Region vornehmen, auf Wunsch zusätzlich Pflegekräfte zur Verfügung. Deren Einsätze werden über Fördermittel des Unternehmens Wyeth-Pharma finanziert, das auch Immunsuppressiva herstellt.

Das Projekt solle Kliniken bei der Organentnahme unterstützen und damit die Organspende fördern, erläutert der Transplantationsbeauftragte des UKM, Prof. Dr. med. Hartmut Schmidt. Die Zusatzpflegekräfte hätten weiterreichende Fähigkeiten als die von der DSO zur Verfügung gestellten Perfusionspflegekräfte. „Sie assistieren am OP-Tisch, stellen die Perfusionslösungen bereit, erledigen aber auch viel Organisatorisches rund um die Explantation“, sagte Schmidt gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt. Aus dem Topf mit 240 000 Euro, die Wyeth auf drei Jahre verteilt zur Verfügung stellt, wird außerdem eine Organspendebeauftragte finanziert.

Schmidt habe zunächst bei den Krankenkassen und der Landesregierung um eine Finanzierung des Projekts gebeten – ohne Erfolg. Die DSO, Koordinierungsstelle für die postmortale Organspende, teilte mit, sie begrüße grundsätzlich jede Initiative, die die Organspende fördere, wäre aber gern rechtzeitig in das Vorhaben eingebunden worden. nsi
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema