ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2009Randnotiz: Realitätsfern
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Hier wird ganz offensichtlich die heutige Realität nicht wahrgenommen. Die Notdienstordnung schreibt auch an Werktagen und an Wochenenden eine Notfallversorgung durch alle Kassenärzte vor. Im Klartext bedeutet dies eine Versorgung aller (außer HNO und Augen) bei uns im Bodenseekreis wohnenden Patienten durch alle Kassenärzte. Ein hoch fieberhaftes Kind würde also im Einzelfall durch einen Pathologen, Orthopäden, Psychiater oder Radiologen versorgt. Eine optimale Betreuung existiert also nur von Montag bis Freitag von acht Uhr bis 19 Uhr, also in 55 von insgesamt 168 Wochenstunden. Dass die Patienten dies nicht akzeptieren und Gott sei Dank meistens direkt die Krankenhäuser ansteuern, um fachgerecht behandelt zu werden, ist nur allzu verständlich.
Wie können wir uns bei einer solchen Organisation gegen eine Öffnung der Krankenhäuser für ambulante Behandlung sperren, wenn wir nicht fachlich gute Betreuung anbieten können? . . . Beste Aussichten!
Dr. Dirk Schmidt, Hemigkofenerstraße 18, 88079 Kressbronn am Bodensee
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