ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2009Priorisierung: Zynisch
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Herr Staatssekretär Dr. Klaus Schröder wird im oben genannten Artikel zitiert mit den Worten: „Mich wundert die Kleinmütigkeit der Debatte, die hier geführt wird, vor dem Hintergrund dessen, was das GKV-System geleistet hat . . . Ich halte das deutsche System für viel robuster, als die meisten derzeit annehmen.“ Mein Umsatz wird mittels Punktwertpresse (ca. 3,5 statt 5,11 Cent; entspricht 68 Prozent) und Praxisbudget-Sense (noch mal ca. 70 Prozent; zusammen 0,7 × 0,7 = 0,49, also ca. 50 Prozent) auf die Hälfte gedrückt. Wie ist angesichts dessen die Aussage des Herrn Staatssekretär bezüglich Kleinmütigkeit und Robustheit zu interpretieren? Warum zahlt die GKV so kleinmütig und wenig robust? Oder ist die Robustheit der Leistungserbringer gemeint, die trotz 50-prozentiger Deckungslücke 100 Prozent Leistung erbringen? Nach Schröders Äußerung bleibt für mich nur der bittere Schluss: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Seine Äußerung ist schlichtweg zynisch. Was braucht’s noch alles, bis die Ärzteschaft begreift, auf welchem Dampfer sie unterwegs ist?
Dr. Alexander Ulbrich, Birkheckenstraße 1, 70599 Stuttgart
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