ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2009Digitale Medien: Einladung zum Weiterdenken

KULTUR

Digitale Medien: Einladung zum Weiterdenken

Dtsch Arztebl 2009; 106(4): A-148 / B-126 / C-122

Weber, Ingbert

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John Palfrey, Urs Gasser: Generation Internet. Die Digital Natives: Wie sie leben – Was sie denken – Wie sie arbeiten. Carl Hanser Verlag, München 2008, 448 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag, 19,90 Euro
John Palfrey, Urs Gasser: Generation Internet. Die Digital Natives: Wie sie leben – Was sie denken – Wie sie arbeiten. Carl Hanser Verlag, München 2008, 448 Seiten, gebunden, mit Schutzumschlag, 19,90 Euro
Die heute etwa 20-Jährigen gehören zu einer Generation, die von Anfang an, nämlich seit Geburt, mit digitalen Kommunikationsmedien (PC, Internet, Mobiltelefon, iPod) aufgewachsen ist. Sie werden als die „digital natives“ bezeichnet, die sich deshalb in ihrem Lebensstil – so die These dieses Buches – grundlegend von Generationen junger Menschen vor ihnen unterscheiden: Sie lernen anders, arbeiten anders, schreiben und kommunizieren anders miteinander, als man es früher gewohnt war zu tun. Die Anwendung der verschiedenen neuen Informationstechnologien prägt diese Generation. Deren Potenziale und Risiken stehen zunehmend in der Diskussion und werden in diesem Buch dargestellt. Dabei geht es vor allem um die Folgeprobleme der neuen Technologien, die Anwender zu bewältigen haben: etwa um Fragen der Wahrung der Privatsphäre, um den Datenschutz, um Sicherheit und Internetkriminalität, um Urheberrecht und Piraterie, um Fragen der Informationsqualität und -überflutung. Aber es geht auch um neue Formen der Kreativität angesichts von Chatrooms, Newsgroups, Onlineforen oder Blogs.

Das Buch richtet sich an die Zielgruppe der Eltern und Lehrer, die der digitalen Welt skeptisch gegenüberstehen, die sich um die Kinder, die in ihr aufwachsen, sorgen. Bei der Bearbeitung des Themas handelt es sich allerdings nicht um eine systematische Analyse, es werden keine Ergebnisse einschlägiger Forschungen, soweit solche vorliegen sollten, präsentiert. Dennoch ist das Buch geeignet, Orientierung zu geben, und zwar anhand von Einschätzungen, Erwartungen, Beobachtungen und Bewertungen. Es werden auch Empfehlungen gegeben, wie man mit entsprechenden Folgeproblemen der Digitalisierung umgehen sollte. Das Buch ist ein Diskussionsbeitrag, eine Einladung zum Weiterdenken.
Ingbert Weber
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