ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2009Modedrogen: „Spice“ im Eilverfahren verboten

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Modedrogen: „Spice“ im Eilverfahren verboten

Meißner, Marc

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Keine harmlose Mischung aus Kräutern: „Spice“ enthält künstliche Cannabinoide. Foto: ddp
Keine harmlose Mischung aus Kräutern: „Spice“ enthält künstliche Cannabinoide. Foto: ddp
Die Kräutermischungen, die unter dem Handelsnamen „Spice“ verkauft wurden, sind vom Bundesministerium für Gesundheit in einem Eilverfahren verboten worden. Seit dem 22. Januar 2009 sind die Herstellung, der Handel und der Besitz nach dem Betäubungsmittelgesetz untersagt. Das Verbot umfasst auch vergleichbare Produkte mit den synthetischen Cannabinoiden JWH-018 und CP-47,494.

„Spice ist nicht harmlos, es musste schnell aus dem Verkehr gezogen werden“, betonte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Ulla Schmidt (SPD). „Zum Schutz der Verbraucher müssen wir Spice-Präparate, die die gesundheitsschädlichen Stoffe enthalten, verbieten.“

Mitte Oktober letzten Jahres konnte in den Kräutermischungen das synthetische Cannabinoid JWH-018 nachgewiesen werden, das ähnlich berauschend wie der Cannabisinhaltsstoff Tetrahydrocannabiol wirkt. Darüber hinaus fand das Institut für Rechtsmedizin der Universität Freiburg zusammen mit dem Bundeskriminalamt in „Spice“-Proben eine leicht modifizierte Form von CP-47,397, einem ebenfalls künstlichen Cannabinoid.

„Der Nachweis ist erbracht, dass die Hersteller dieser Kräutermischungen gezielt berauschende Stoffe zugesetzt haben und der Verkauf als harmloser Räucherduft ein klarer Etikettenschwindelt ist“, sagte Sabine Bätzig (SPD), Drogenbeauftragte der Bundesregierung. Mei
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