ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2009Ärztemangel: Dem Positionspapier nicht zu entnehmen
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Dass leitende Krankenhausärzte einen eigenen Beitrag leisten können, um den Arztberuf attraktiver zu machen, ist dem Positionspapier des Verbandes der Leitenden Krankenhausärzte (VLK) nicht zu entnehmen . . . Ich hätte da einen ganz einfachen Vorschlag: Behandeln Sie den Ärztenachwuchs so, wie Sie selbst behandelt werden möchten (damit meine ich nicht die medizinische Versorgung), dann gibt es deutlich weniger als 40 Prozent Studienanfänger, die nicht im Arztberuf landen. Mit „Sie“ meine ich Arbeitgeber und Chefärzte gleichermaßen . . . Nach dem PJ geht es in streng hierarchischen und teilweise feudalen Abhängigkeiten überwiegend im Rahmen von Zeitarbeitsverträgen weiter. Familienfreundliche Arbeitsbedingungen? Meine Frau hat wegen zweier kleiner Kinder einen 50-Prozent-Vertrag als Assistenzärztin gewählt, formell 19,25 Stunden je Woche. Bedingt durch sogenannte Bereitschaftsdienste kommt sie im günstigsten Fall auf 30 Stunden, im Regelfall aber auf 40 Stunden je Woche, wobei die Mehrstunden ausschließlich auf Nacht- und Wochenenddienste (als 24-Stundendienst) entfallen. 35 Prozent der Bereitschaftsdienstzeiten sind quasi ehrenamtlich, keine Vergütung, kein Freizeitausgleich, herauskommen bei circa 160 Stunden übersichtliche 3 100 Euro brutto . . . Für die Weiterbildung wird selbstredend nur auf den Arbeitsvertrag abgestellt, auch wenn faktisch Vollzeit gearbeitet wird . . .
Gert Fischer, Untengönrather Straße 70, 42655 Solingen
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