ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2009Weiterbildung: Hoffentlich Einzelfälle
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In dem Artikel von Herrn Hillienhoff wird suggeriert, dass man sich vor Annahme einer jeglichen Weiterbildungsstelle in Deutschland zu vergewissern habe, ob der Chefarzt die vom ihm behauptete Weiterbildungsermächtigung auch tatsächlich habe. Es wird der Ausspruch eines Präsidenten einer Ärztekammer zitiert, dass es mehr solcher Fälle gäbe, als man denkt. Hier wird der gesamte Stand von weiterbildungsermächtigten Ärzten und Chefärzten in Deutschland unisono verunglimpft und als nicht vertrauenswürdig bezeichnet. Ich will gar nicht ausschließen, dass es solche Fälle gegeben hat, aber es sind hoffentlich Einzelfälle, wie wir sie auch vom Abrechnungsbetrug, von Falschaussagen in der Politik und Insidergeschäften in der Wirtschaft kennen. Ein Weiterbildungsverhältnis ist immer eine bilaterale Angelegenheit, die auf Vertrauen basiert. Beide Seiten vertrauen darauf, dass die andere Seite ihr jeweiliges Bestes gibt. Ist dies nicht der Fall, wird das Weiterbildungsverhältnis bald erschüttert und am besten möglichst bald beendet werden. Es kann jedoch nicht angehen, dass die eigenen schlechten Erfahrungen zum Maßstab der Beurteilung aller herhalten müssen.
Dr. med. S. Roth, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, Altmark-Klinikum gGmbH, Brunnenstraße 1, 29410 Salzwedel
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