ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2009Weiterbildung: Eigene Erfahrungen
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Im oben genannten Artikel berichten Sie über das traurige Schicksal einer Kollegin, die sich letztlich auf einen Vergleich einlassen musste. Und das nach acht Jahren! Traurig, dass so etwas erst so spät an die Presse und Öffentlichkeit gelangt. Während meiner Weiterbildungszeit sind mir auch Steine in den Weg gelegt worden, wie ich im Folgenden berichten möchte. Zur Weiterbildung in Psychiatrie absolvierte ich mein neurologisches Jahr in einer Rehaklinik, deren Chefärztin die Weiterbildung in Neurologie für drei Jahre besitzt. Nach einem Jahr der Weiterbildung bat ich um ein Zeugnis, um mich zur Facharztprüfung anzumelden. Doch auch ich erhielt nach Zusendung des Zeugnisses statt der Einladung zur Prüfung den Hinweis, dass dem Zeugnis ein entscheidender Satz fehle, nämlich der, dass der Weiterzubildende – also ich – alle Inhalte der Weiter­bildungs­ordnung erfüllt habe und zur Prüfung zugelassen werden sollte. Ich wandte mich an meine Chefin mit der Bitte, diesen Satz zu ergänzen. Sie entgegnete, sich erst bei der Ärztekammer zu erkundigen. Danach hörte ich nichts mehr von ihr. Auf das Zeugnis nochmals angesprochen, sagte sie lediglich, sie habe mir eines ausgestellt, das müsse reichen, ich bekäme kein anderes. Die Ärztekammer beharrte auf diesen Satz, d. h., ich wurde nicht zugelassen. Mehr noch, die Chefin diffamierte mich auch noch in einem Schreiben an die Ärztekammer, drohte mir, da ich natürlich mehrfach anrief und auf mein Zeugnis drängte. Es war zermürbend! Schließlich wandte ich mich mit einem Schreiben an die Ärztekammer und bat um Zulassung, obwohl der entscheidende Satz fehle und wies darauf hin, dass mir hier die Hände gebunden seien. Auch ehemaligen Chefärzten von mir sei hiermit gedankt, die sich für mich einsetzten und entsprechende Schreiben verfassten. Da besagte Chefärztin, die mir das Schreiben verweigerte, bei der Ärztekammer schon hinreichend bekannt ist, wurde ich schließlich doch zur Prüfung zugelassen. So nahm das Ganze für mich doch ein positives Ende. Es kostete mich jedoch viele Nerven und schlaflose Nächte! Das Schlimme ist, Konsequenzen ergaben sich für besagte Chefärztin nicht. Der Träger des Hauses, dem alles mitgeteilt wurde (über den Marburger Bund und den Betriebsrat), ging der Sache auch nicht nach . . .
Verfasserin ist der Redaktion bekannt
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